Di, 21. November 2017

Solidaritätswelle

28.02.2013 17:00

Mehrere Angebote: Gibt es ein Happy End für Natalia Z.?

Nach einem Bericht der "Krone" hat jene 29-jährige kolumbianische Studentin, die am 6. März nach elf Jahren legalem Aufenthalt in Österreich ausreisen muss, gleich sieben konkrete Jobangebote erhalten. Bei fünf Unternehmen - darunter auch der Radiosender Kronehit - hatte sie bereits am Donnerstag Vorstellungsgespräche.

"Ich bin vorsichtig optimistisch", meinte Natalia Z. nach ihren Bewerbungsgesprächen bei einer Rechtsanwaltskanzlei, einer Software-Firma, einem medizinischen Vertrieb, einem Treibstoffunternehmen und bei Kronehit bescheiden.

Polit-Streit um Rot-Weiß-Rot-Card entfacht
Auch eine niederösterreichische Firma für Umwelttechnik sowie eine Personalberatung hatten sich bei der Südamerikanerin gemeldet. Sie alle sind dem Vernehmen nach bereit, 2.000 Euro brutto pro Monat zu zahlen - auch, um ein Zeichen zu setzen.

Diese Mindestgrenze verlangt die Rot-Weiß-Rot-Card, um die mittlerweile ein heftiger Polit-Streit entbrannt ist (siehe Story in der Infobox). Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz will, genauso wie Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, Reformen. Sozialminister Rudolf Hundstorfer ist bisher dagegen. Auf Facebook ist bereits eine Welle der Solidarität losgebrochen.

Studentin: "Das gibt mir Kraft"
SOS Mitmensch zeigte sich erfreut über diese unzähligen Sympathiebekundungen, die die von Ausweisung bedrohte Natalia Z. in den vergangenen 24 Stunden erreicht haben.

Auch die 29-Jährige, die vor elf Jahren aus Kolumbien zum Studieren nach Österreich gekommen war, war von den vielen positiven Rückmeldungen überwältigt: "Mit einer solchen Welle an Solidarität habe ich nicht gerechnet. Ich weiß gar nicht, wie ich mich bedanken soll", so Natalia. "Zu spüren, dass viele Leute mit mir fühlen, gibt mir neue Kraft. Das ist so wichtig für mich, nach den schmerzhaften letzten Monaten, in denen ich alles versucht habe, um mein Leben hier fortsetzen zu können, aber immer wieder gegen eine bürokratische Mauer gerannt bin."

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