So, 19. November 2017

BZÖ-Wahlkampfspot

29.01.2013 14:13

Dörfler und Co mit Kriegsverbrechern gleichgestellt

Was haben George W. Bush, Slobodan Milosevic, Gerhard Dörfler und Uwe Scheuch gemeinsam? Wenn es nach dem BZÖ geht, handelt es sich bei den Genannten um Politiker, von denen man das Volk befreien musste bzw. muss. In einem neuen Wahlspot, der bereits auf YouTube zu sehen ist (siehe Video oben), geben die Orangen anlässlich der Kärnten-Wahl am 3. März das Ziel aus, das Bundesland zu befreien. Dass Dörfler und Co unter anderem mit Kriegsverbrechern gleichgestellt werden, dürfte für große Aufregung sorgen.

"Stefan Petzner und das BZÖ Kärnten proudly present: der Kinospot 'Wege zur Freiheit'", kündigte der BZÖ-Wahlkampfmanager Dienstagmittag auf Twitter an. Wenig später war das Video auf YouTube zu sehen. Der Spot werde, so Petzner, ab 1. Februar in den Kärntner Kinos anlaufen.

Der rund einminütige Clip mit dem Titel "Wege zur Freiheit" beginnt mit Einspielungen zum Fall der Berliner Mauer, Barack Obamas Wahl zum Präsidenten der USA und dem Sturz mehrerer Diktatoren im Jahr 2011. "Auch für uns ist die Zeit gekommen. Jetzt!", fordert das BZÖ. Im Anschluss daran werden Konterfeis von Politikern eingeblendet, die gestürzt wurden oder nach Ansicht der Orangen reif für den Abgang sind - unterlegt mit pathetischer Musik.

"Scheuch-Marionette", "Reißwolf", "Berufs-Kommunist"
Auf den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush folgt "Scheuch-Marionette" und Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK), nach dem gestürzten ägyptischen Diktator kommt "Mister 'Part of the Game'" Uwe Scheuch. "Reißwolf und Herrenbauer" Kurt Scheuch wird im selben Atemzug mit Ex-DDR-Staatschef Erich Honecker und Tunesiens Ex-Diktator Zine El-Abidine Ben Ali genannt. Den Kärntner SPÖ-Chef Peter Kaiser bezeichnen die Orangen in dem Spot als "Berufs-Kommunist", die Bilderserie von Politikern wird mit dem früheren serbischen Machthaber Slobodan Milosevic abgeschlossen. Der Kinospot endet mit dem Schriftzug: "Am 3. März 2013: Kärnten befreien!"

Die Begeisterung über das Video hielt sich bei den YouTube-Usern in Grenzen: In der ersten Stunde, nachdem der Clip online ging, hatte der Wahlkampfspot lediglich vier "Likes", aber 24 "Dislikes".

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