Sa, 25. November 2017

Bub fuhr gegen Baum

14.01.2013 10:53

Nach Skiunfall in OÖ: Unterschenkel wieder angenäht

Ärzte im Linzer Unfallkrankenhaus haben einem neunjährigen Buben den rechten Unterschenkel wieder angenäht, der ihm bei einem Skiunfall am Sonntag abgetrennt worden war. Die zehnstündige Operation sei erfolgreich verlaufen, der Patient in stabilem Zustand, erklärte Oberarzt Klaus Katzensteiner am Montag.

Völlige Entwarnung wollte der Mediziner aber noch nicht geben: Die kommenden Tage würden zeigen, wie das replantierte Bein durchblutet werde. Die Heilungschancen könne man noch nicht abschätzen.

Der Schüler habe Glück gehabt, betonte Katzensteiner, die Rettungskette funktionierte gut. Der Bub war mit dem Hubschrauber vom Unglücksort am Hochficht im oberösterreichischen Bezirk Rohrbach in die Klinik geflogen worden. Zudem wirkte sich die Kälte günstig auf die Konservierung des völlig abgetrennten Beins aus.

In der mehrstündigen Operation kämpfte ein sechsköpfiges Ärzteteam darum, die Durchblutung wiederherzustellen. Nach dem Eingriff waren die Mediziner mit dem Ergebnis zufrieden. Der Bub, der auch einen Oberschenkelbruch erlitten hatte, lag am Montagvormittag im Tiefschlaf auf der Intensivstation.

Gegen Buche geprallt
Der Neunjährige aus dem Bezirk Grieskirchen war - wie berichtet - am Sonntag bei einem Skirennen gestartet. Zwischen den beiden Durchgängen fuhr er auf der sogenannten Stierwiese. Gegen 11 Uhr kam er ohne Fremdverschulden von der Piste ab und prallte gegen eine Buche. Dabei wurde ihm der rechte Unterschenkel unterhalb des Knies abgetrennt. Zusätzlich brach er sich den linken Oberschenkel.

Augenzeugen und die Bergrettung leisteten Erste Hilfe. Die Helfer steckten das abgetrennte Bein sofort in ein Plastiksackerl und vergruben es zur Kühlung im Schnee.

Mehrere Jugendliche, die den Unfall beobachtet hatten, erlitten einen Schock und mussten vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden. Das Skirennen wurde sofort abgebrochen.

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