Fr, 24. November 2017

Schneetreiben

14.01.2013 10:23

Winterwetter sorgt für Unfälle: Linzer von Laster überrollt

Seit der Nacht am Montag hat es in Österreich etliche Unfälle wegen der winterlichen Wetterverhältnisse gegeben. Ein besonders tragischer ereignete sich in Oberösterreich: Ein Mann wurde auf der A25 von einem Laster überrollt und starb. In Wien sorgte das Schneetreiben für teils chaotische Zustände im Frühverkehr.

Der 61-jährige Linzer wurde am Montag gegen 5 Uhr auf der Welser Autobahn bei Pucking (Bilder 1, 2) im Bezirk Linz-Land von dem Lastwagen erfasst und getötet. Der Mann war mit seinem Wagen im Schneetreiben ins Rutschen gekommen. Das Auto touchierte die rechte Leitschiene, drehte sich um die eigene Achse und prallte erneut gegen die Planke. Der Linzer stellte daraufhin sein beschädigtes Fahrzeug auf dem Pannenstreifen ab.

Der Lenker eines Schneepflugs wurde Zeuge des Unfalls. Er hielt an, um dem Mann zu helfen. Gerade als er das Räumfahrzeug vor dem Wrack abstellte, beobachtete er, wie der 61-Jährige - möglicherweise stand er unter Schock - aus seinem Wagen stieg und plötzlich versuchte, die Autobahn zu überqueren. Ein 36-jähriger Lkw-Fahrer aus Ungarn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Das Schwerfahrzeug erfasste den Mann vor den Augen des Winterdienstmitarbeiters. Für den Linzer kam jede Hilfe zu spät.

Verzögerungen durch Schneetreiben in Wien
In der Bundeshauptstadt sorgte die weiße Pracht in den Morgenstunden für teilweise chaotische Zustände auf den Straßen (weitere Bilder). Laut ORF mussten die Autofahrer auf der Nordbrücke und auf der A22 Richtung Tangente sowie ab dem Tunnel Kaisermühlen bis zur Tangente Verzögerungen hinnehmen. Auf der Tangente selbst kam es Richtung Südautobahn zu Staus. In der Westeinfahrt ab Auhof und auf der Breitenfurter Straße stadteinwärts bei der Stadtgrenze gab es ebenfalls Verzögerungen.

Der Wintereinbruch in Wien hat aber auch seine guten Seiten für Autofahrer: Wegen des Schneefalls hat die Stadt die Kurzparkzonenregelung für Montag aufgehoben. Rund 1.400 Mitarbeiter der Winterdienst-Mannschaft stehen zudem seit Sonntagabend mit 370 Fahrzeugen im Einsatz, um das 2.800 Kilometer lange Straßennetz gegen die winterlichen Verhältnisse zu wappnen.

Auch die Öffis kämpften mit bzw. gegen Schnee und Eis. "Grundsätzlich fährt alles, aber etwas langsamer", erklärte ein Wiener-Linien-Sprecher am Montag. Grund dafür seien auch einige Blechschäden, die durch unverhältnismäßig rasante Autofahrer entstanden seien.

Winterwetter nahezu im ganzen Land
Der Wintereinbruch in Kärnten brachte rund 20 Zentimeter Neuschnee. Auf den schneeglatten Straßen kam es zu zahlreichen Kollisionen. Bei einem Frontalzusammenstoß auf der Seebergbundesstraße (B82) in Völkermarkt wurden drei Menschen schwer verletzt, in Mölbling bei St. Veit/Glan krachte ein 51-jähriger Lenker aus Straßburg mit seinem Pkw gegen ein Polizeiauto, das eine Unfallstelle absicherte. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt, Verletzte gab es nicht.

Mit anhaltendem Schneefall seit dem frühen Morgen gab der Winter auch im Burgenland ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Arbeit gab es außer für die Räumflotten auch für einige Feuerwehren, die zu Fahrzeugbergungen gerufen wurden. Auf der Auffahrt auf die Burgenland Schnellstraße (S31) beim Knoten Mattersburg ereignete sich ein Tankwagenunfall. Die Auffahrt auf die S31 war vorübergehend gesperrt. Hochbetrieb herrschte bei den Straßenmeistereien. "Die Mitarbeiter, die für den Winterdienst eingeteilt sind, sind rund um die Uhr unterwegs", so Baudirektor Johann Godowitsch.

Bei tief winterlichen Straßenverhältnissen kam es am Montag auch zu zahlreichen Verkehrsunfällen in Niederösterreich. Die erste Fahrzeugbergung gab es laut Freiwilliger Feuerwehr im Frühverkehr in Mödling. Auf der Südautobahn (A2) mussten die FF Wiener Neudorf und Vösendorf zu insgesamt drei Einsätzen ausrücken. Das Hauptaugenmerk lag laut Bezirkskommando allerdings in Biedermannsdorf. Im Gewerbegebiet-Ost hatte sich bei einem Kreisverkehr nahe einem Supermarkt ein Lkw-Unfall ereignet. Der Zwölf-Tonner musste per Kran geborgen werden.

In der Steiermark sorgten die seit Sonntag andauernden Schneefälle nun auch in tiefer gelegenen Regionen der West-, Ost- und Südsteiermark für weiße Pracht. In Graz fielen bis Montagmittag rund zehn Zentimeter Schnee, der bei manchen Stadteinfahrten im Frühverkehr für Stau und Behinderungen sorgte.

Zum Teil winterliche Fahrverhältnisse haben am Montag auf Tirols Straßen geherrscht. Gröbere Probleme gab es laut Polizei aber nicht. Weitestgehend von der winterlichen Witterung verschont blieben vorerst Salzburg und Vorarlberg.

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