Fr, 20. Oktober 2017

Areal evakuiert

29.11.2012 08:50

Gasalarm bei Firma in Salzburg: Tank schlug leck

Gasalarm beim Schirmbar- und Windschutz-Weltmarktführer Meissl in Salzburg: Beim Umheben mit einem Kran schlug ein vier Tonnen schwerer Tank leck, Flüssiggas strömte aus. In unmittelbarer Nähe herrschte Explosionsgefahr. Das Areal musste evakuiert, die nahe Bahnstrecke gesperrt werden.

Eine Spezialfirma sollte den noch mit einer Tonne Flüssiggas gefüllten Tank am Vormittag in Ellmauthal in Pfarrwerfen mit einem Kran umpositionieren. Dabei kam es um 10.25 Uhr zu dem Unglück. Ein Entleerungsventil war abgerissen. Binnen Sekunden strömte Gas aus. Die Techniker der Spezialfirma Flaga sowie die Meissl-Mitarbeiter schlugen sofort Alarm.

Man konnte das Gas zwar nicht riechen, es drang aber deutlich sichtbar wie grauer Nebel aus dem Tank. Das Gelände wurde geräumt, sämtliche Mitarbeiter sowie die Bewohner zweier Einfamilienhäuser, die Angestellten einer Spedition und weiterer Firmen wurden evakuiert.

Explosionsgefahr in unmittelbarer Nähe
Die Feuerwehren Pfarrwerfen und Werfen rückten mit 51 Mann zum Unglücksort aus. "In unmittelbarer Nähe des Tanks bestand Explosionsgefahr. Da hätte schon ein Zündholz gereicht, damit das Gas-Luft-Gemisch explodiert", schildert Bezirksfeuerwehrkommandant Robert Lottermoser. Im Umkreis von 300 Metern wurde alles abgeriegelt. Die unmittelbar angrenzende Bahnstrecke musste ebenfalls gesperrt werden, denn auch Funkenflug von der Oberleitung hätte eine Explosion auslösen können. Am Firmengelände wurde zudem der Strom abgedreht.

"Tank hing die ganze Zeit am Kran"
Währenddessen versuchten die Feuerwehrmänner in ihren Atemschutzanzügen mit Wasserfontänen das Gas niederzuschlagen. "Die Experten von der Firma Flaga ließen das Gas kontrolliert ausfließen. Der Tank hing dabei die ganze Zeit noch am Kran", weiß Lottermoser. Erst als das gesamte Flüssiggas entwichen war, konnte der Tank abgelegt und noch einmal abgelöscht werden.

"Wir haben im Anschluss noch rundherum, vor allem bei den Kanälen, aber auch in Kellern Gasmessungen durchgeführt", erzählt Feuerwehr-Einsatzleiter Christian Burger. Da Flüssiggas schwerer ist als Luft, sinkt es zu Boden. Deswegen wurden die Kanäle auch noch mit sauberem Wasser durchgespült. Um 12.45 Uhr war der Einsatz schließlich beendet. Da konnte auch die Bahnstrecke zwischen Werfen und Bischofshofen wieder freigegeben werden.

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