Sa, 25. November 2017

Beißender Geruch

21.11.2012 18:07

Universitätslabor nach Schadstoff-Austritt evakuiert

In der Donau-Universität Krems in Niederösterreich hat es am Mittwoch Schadstoff-Alarm gegeben. Ein Mitarbeiter des Biolabors hatte laut Feuerwehr beißenden Geruch gemeldet. Einsatzkräfte sperrten daraufhin das Gelände weiträumig ab und stießen bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten schließlich auf eine zerbrochene Flasche, aus der der hochgiftige Stoff Acryloylchlorid ausgetreten war. Die Substanz wurde sofort entsorgt, verletzt wurde niemand.

Der Notruf war um 12.15 Uhr in der Bezirksalarmzentrale der Freiwilligen Feuerwehr Krems eingegangen. Der Mitarbeiter der Donau-Universität gab an, dass sich im Biolabor beißender Geruch ausgebreitet habe. Sofort wurden Schadstoff-Alarm ausgelöst, das Areal großräumig abgesperrt und die Räumlichkeiten evakuiert - insgesamt 50 Menschen mussten dabei von den Helfern in Sicherheit gebracht werden.

Zerbrochene Flasche in Kühlschrank
Schadstoff-Experten in Schutzanzügen machten sich danach mit Atemschutzgeräten auf die Suche nach der Ursache des beißenden Geruchs und durchkämmten die Räume. In den Nachmittagsstunden stießen die Helfer dann bei der Durchsuchung eines Kühlschranks auf eine Schachtel, in der sie eine zerbrochene Flasche entdeckten.

Rund 100 Milligramm ausgeflossen
Beim Inhalt handelte es sich laut Feuerwehr um den hochgiftigen und ätzenden Stoff Acryloylchlorid, etwa 100 Milligramm dürften ausgeflossen sein. Die Reste der leicht entzündlichen Chemikalie wurden einem Schadstoffentsorger übergeben. Wie es zum Bruch der Flasche gekommen war, ist nicht bekannt.

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