Di, 17. Oktober 2017

Gegen Steuervorteile

27.10.2012 13:58

BZÖ-Bucher: Banken und Kirche im Visier

BZÖ-Chef Josef Bucher hat am Samstag im Ö1-"Journal zu Gast" einmal mehr das "Fair Tax"-Steuermodell seiner Partei beworben. Ziel müsse es sein, auf einen Steuersatz unter 40 Prozent zu kommen, sagte er. Andernfalls werde der Standort Österreich nicht mehr wettbewerbsfähig sein. Stärker belasten will der BZÖ-Chef Banken und Kirchen, so denkt er etwa an ein Ende der Grundsteuer-Befreiung für die Kirchen.

"Wir müssen in Österreich die Steuervorteile bekämpfen", sagte Bucher. Banken würden etwa nur sieben Prozent Gewinnsteuer zahlen. "Mir würde vieles einfallen, wo sich der Staat Geld holen kann, bevor der den Mittelstand schröpft", so Bucher. Zum Ruf nach einem Ende der Grundsteuer-Befreiung für die Kirche sagte Bucher: Man müsse sich überlegen, ob es fair ist, dass der "Mittelstand bluten muss, und jeder Häuslbauer und Wohnungsbesitzer bluten muss" - und die Kirche als zweitgrößter Immobilienbesitzer des Landes sei von der Grundsteuer befreit. "Mir geht es um Fairness", so Bucher.

Bucher: Team Stronachs gute Werte nur "Anfangshype"
Zum Zustand seiner Partei, die bereits fünf Abgeordnete an Frank Stronach verloren hatte, sagte Bucher, es seien ja auch andere Parteien von Abgängen betroffen. Stronach habe "sehr viel Geld auf den Tisch gelegt und einen persönlichen Rachefeldzug gegen mich und das BZÖ geführt". Dieser Prozess sei nun aber abgeschlossen, meinte Bucher.

Die guten Umfragewerte für das Team Stronach sieht Bucher vor allem in einem "Anfangshype" begründet. Er glaubt auch nicht daran, dass Stronach nach der Wahl 2013 eine bedeutende Rolle spielen wird: "Der Stronach wird nirgendwo drinsitzen, bestenfalls in seinem Flugzeug." Eine Zusammenarbeit des BZÖ mit dem Team Stronach bei einer allfälligen Beteiligung an einer Koalitionsregierung wollte Bucher zwar nicht definitiv ausschließen, aber er meinte weiter: "Ausschließen kann man nie etwas, aber anzweifeln kann man etwas." Am Einzug für sein Bündnis zweifle er hingegen nicht.

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