Di, 17. Oktober 2017

Tapferer Sohn

22.10.2012 08:47

23-Jähriger rettet Mutter in OÖ aus brennendem Haus

Im letzten Moment ist Sonntag früh eine 61-jährige Pensionistin bei einem Brand in Sierning im oberösterreichischen Bezirk Steyr-Land gerettet worden. Die Frau stürzte, als sie sich vor den Flammen in Sicherheit bringen wollte. Bewegungsunfähig saß sie im Wohnungsflur und schrie laut um Hilfe. Ihr 23-jähriger Sohn hörte im unteren Stockwerk die Rufe, rannte hinauf und zog die Frau noch rechtzeitig heraus.

Christine E. war mit eingeschalteter Bestrahlungslampe im dritten Stock eines Mehrparteienhauses eingeschlafen. Sie wachte frühmorgens auf und schaltete den Fernseher ein, als es plötzlich einen Kurzschluss gab. Dann ging alles ganz schnell: "Ich sah eine drei Meter hohe Stichflamme im Schlafzimmer und bin sofort geflüchtet", erzählt die Schwerkranke. Sie konnte gerade noch die Haustür ihrer Wohnung aufsperren, als sie stürzte und ihr dabei das neu eingesetzte Hüftgelenk heraussprang. "Ich hab' eine Pechsträhne. Ich leide an Krebs, vor zwei Monaten bekam ich eine neue Hüfte und jetzt das."

"Alle meine Sachen sind verbrannt"
Die Hilfeschreie hörte ihr 25-jähriger Sohn, der unter ihr wohnt. Er rettete seiner Mutter das Leben, indem er sie aus der Wohnung zog und die Feuerwehr verständigte. Bei den Löschversuchen zog er sich eine Rauchgasvergiftung zu. Mutter und Sohn kamen ins Krankenhaus Steyr, erholen sich aber schon wieder gut. "Sie mussten mir die Hüfte einrenken und ich hab' ein bisschen Rauch eingeatmet. Es wird schon", ist die tapfere Frau optimistisch. "Alle meine Sachen sind verbrannt. Aber Gott sei Dank bin ich am Leben."

Feuerwehr rettet auch zwei Katzenbabys
Die Florianijünger hatten im ganzen Trubel auch nicht die zwei süßen Katzenbabys (weiteres Bild) übersehen, die sich bei dem Brand vor Angst in der Wohnung verkrochen hatten. Sie brachten "Mutzi Milli" und "Sheila Puppi" vor dem tödlichen Qualm in Sicherheit – und setzten ihnen sogar noch Sauerstoffmasken auf, bis der Tierarzt sich um sie kümmerte.

"Ich danke allen Helfern so sehr dafür! Die Katzen sind mein Ein und Alles, es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn sie den Brand nicht überlebt hätten", so die 61-Jährige. Die gesamte Wohnung wurde stark verraucht. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest.

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