Di, 17. Oktober 2017

Per Schussapparat

01.08.2012 10:07

Tierschützer zeigen Bauer an, der in OÖ Katze töten wollte

Der Dachverband der Oberösterreichischen Tierschutzorganisationen hat gegen einen 81-jährigen Altbauern im Bezirk Steyr-Land, der seine kranke Katze - wie berichtet - mit einem Schlachtschussapparat töten wollte und sich dabei selbst verletzt hatte, zwei Anzeigen erstattet. Ihm wird unerlaubte Euthanasie vorgeworfen und dass er seine freilaufenden Katzen nicht kastriert habe.

Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten, sei gesetzlich verboten, argumentierte der Obmann des Dachverbandes, Harald Hofner. Falls die Katze wirklich krank wäre, dürfe über eine Euthanasie einzig und allein ein Tierarzt entscheiden.

"Wie so oft in ländlichen Gebieten bin ich mir außerdem sicher, dass die 30 auf dem Hof lebenden Katzen nicht kastriert sind. Ansonsten wäre eine so große Anzahl an Tieren ziemlich unwahrscheinlich", erklärte Hofner weiter. Katzen mit Freilauf nicht zu kastrieren, widerspreche jedoch dem Gesetz. Auch deswegen sei Anzeige erstattet worden.

Mit Bolzen in Oberschenkel geschossen
Der Landwirt hatte am 19. Juli das Tier mit der linken Hand gepackt, es hochgehoben und etwa in Beckenhöhe fest an sich gedrückt. Mit der rechten Hand wollte er den Schussapparat betätigen. Kurz bevor er abdrückte, kratzte ihn die Katze aber und er rutschte ab.

Ein Schuss löste sich und der Bolzen verletzte den Mann schwer. Er wurde vom Gemeindearzt erstversorgt und dann mit der Rettung ins Landeskrankenhaus Steyr eingeliefert. Dem Vierbeiner gelang die Flucht, das weitere Schicksal des Tieres ist unklar.

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