Fr, 24. November 2017

„Chamäleon“ in Wien

30.07.2012 00:26

Madonna als Fürstin der Finsternis im Happel-Stadion

Überraschend fröhlich noch beim Soundcheck, mit mehr als 60 Minuten Verspätung dann die schwarze Madonna – das wandelbarste Chamäleon des Pop hat sich für seine "MDNA Tour" wieder eine neue Rolle kreiert. Nach Girlie, Glamour-Diva oder Erotik-Queen eroberte Madonna am Sonntag in Wien als düstere Fürstin der Finsternis die Bühne.

Eine Stunde lang probte Madonna beim Soundcheck und plauderte entspannt mit den ersten Fans, die bereits im Stadion waren. Dann verschwand sie - und kehrte, mit mehr als 60 Minuten Verspätung, als wieder einmal neue Madonna zurück.

"Sex Sells" gilt für sie nicht mehr, auch wenn es Madonna auf dieser Tour gelungen ist, mit manch freizügigem Blick auf ihre Brüste für Schlagzeilen zu sorgen. Die neue Madonna will die Welt verändern, gibt sich ungewöhnlich politisch, zeigt Bilder von Krisenherden und plädiert für eine bessere Welt.

Die friedliche Botschaft ihres Pop-Spektakels erschloss sich allerdings nicht gleich zu Beginn – denn da lebte Madonna ihre Leidenschaft für Quentin-Tarantino-Filme aus und ballerte sich blutrünstig durch Songs wie "Gang Bang" und "Revolver". Sie wirbelt mit unermüdlicher Energie und absoluter Perfektion ("Ich gebe immer 300 Prozent!") durch gotische Kirchengewölbe, schäbige Motelzimmer oder wandelt auf Slacklines übers Feuer.

Hin und wieder ließ sie auch die Disco-Queen in ihr das Zepter übernehmen – frei nach ihrem Motto für Wien: "Lasst uns Licht in das Dunkel bringen!". Als bunte Majorette trommelte und marschierte sie durch "Express Yourself", Stimmung machte sie mit einem Basken-Trio, das "Open Your Heart" in einen mitreißenden Folklore-Hit verwandelte.

An ihre erotischen Tage erinnerte sie, als sie zu "Like A Virgin" (als laszive Ballade) zumindest das Hemd ihres Gaultier-Outfits fallen ließ. Zum Schluss erhellte Super-Diva Madonna die Düsternis mit einem strahlenden Gospelchor ("Like A Prayer") und grellen Discolichtern.

Madonna brachte "Imperial"-Crew ins Schwitzen
Noch zwei Tage will Madonna mit ihrem Partner, dem um 29 Jahre jüngeren Brahim Zaibat, und ihren Kindern in Wien bleiben, um Sightseeing zu machen. Und dafür braucht man schon ein paar Dinge: Beobachter vor dem Wiener Hotel "Imperial" wurden Zeugen, wie die "Queen of Pop" mit fast sämtlichen ihrer Besitztümer, so schien es zumindest, eincheckte.

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