Di, 23. Jänner 2018

Billig in den Osten

21.05.2012 16:26

Wo der "Urlaubs-Euro" am meisten wert ist

Die Urlaubssaison beginnt langsam anzurollen, ungünstige Währungsrelationen können dabei aber ein tiefes Loch ins Budget reißen. Durch den international unter Druck geratenen Euro gibt es im heurigen Sommer etwa bei Übersee-Reisen starke Kaufkraftverluste. Preiswerte Ziele sind vor allem in Osteuropa zu finden, etwa Bulgarien, Ungarn oder die Türkei.

In der Türkei - der beliebtesten Feriendestination der Österreicher - ist der "Urlaubs-Euro" bedeutend mehr wert als im eigenen Land. Für 100 Euro bekamen die heimischen Touristen laut aktuellen Berechnungen der Statistik Austria dort zuletzt Güter und Dienstleistungen im Wert von 142 Euro. Kaufkraftvorteile gibt es auch in den klassischen Urlaubszielen Kroatien (120 Euro), Spanien (112 Euro) und Griechenland (107 Euro).

Aus österreichischer Sicht am günstigsten urlauben lässt es sich jedoch in Bulgarien (203 Euro), Rumänien (191 Euro) und Ungarn (176 Euro). Auch Mexiko ist mit einem Währungsgegenwert von 168 Euro für 100 heimische Euro traditionell billig. In etwa genauso viel für ihr Geld wie zu Hause erhielten heimische Touristen zuletzt in Italien (100 Euro), Frankreich und Deutschland (beide 102 Euro).

Dollaraufwertung macht US-Reisen teuer
In den USA hatten 100 Euro eines Urlaubers aus Österreich heuer im Frühjahr zwar immer noch einen Gegenwert von 115 Euro - vor einem Jahr waren es aber noch 126 Euro. Der Dollar wertete gegenüber dem Euro um neun Prozent auf - die Inflation war gleich hoch (2,3 Prozent).

Besonders wenig für ihr Geld bekommen österreichische Touristen in Australien und der Schweiz - 100 hierzulande verdiente Euro sind dort nur 72 Euro wert. Auch in Dänemark erhielt man dafür im April nur Waren und Dienstleistungen im Wert von 73 Euro. In Großbritannien hat der "Urlaubs-Euro" im Jahresabstand massiv an Wert eingebüßt: Die Kaufkraftparität lag dort zuletzt bei 97 Euro - vor einem Jahr waren es noch 104 Euro. Auch Japan ist für Österreicher mit einem Gegenwert von nur 81 Euro (noch) teurer geworden (Vorjahr: 89 Euro).

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