Mo, 21. Mai 2018

Flughafen Zeltweg

23.03.2012 08:47

Meister Adebar soll von Zuchtfalken vergrämt werden

Lange hat man nach einer guten Lösung gesucht, jetzt scheint diese gefunden zu sein: Um die Störche vom Militärflughafen Hinterstoisser in Zeltweg in der Steiermark langfristig fernzuhalten, sollen künftig trainierte Falken den Zugvögeln die Lufthoheit streitig machen. Das dafür notwendige Naturschutz-Verfahren läuft bereits.

Im Sommer 2011 waren die Störche anlässlich der internationalen Flug-Show "Airpower" in Zeltweg ein großes Thema (siehe Infobox). Groß war die Angst, dass die Vögel zu einem Sicherheitsrisiko und etwa von Turbinen eingesaugt werden, oder das Cockpit touchieren. Vogelkundler, Naturschützer und Heeresbedienstete brüteten daher seit Monaten darüber, wie man das tierische Problem schonend aus der Welt schaffen könnte.

"Falken sollen Störche vergrämen"
Nun hofft man, den Stein der Weisen gefunden zu haben: "Eigens trainierte Falken sollen künftig zum Einsatz gebracht werden, um die Störche bei der Nahrungsaufnahme auf den Grünflächen des Flugplatzes zu vergrämen", erklärte am Donnerstag der steirische Bundesheer-Sprecher Christian Fiedler. "Eine Falken-Attacke soll sich den Störchen einprägen und sie damit vertreiben. Dabei tun die trainierten Tiere den Adebars aber nichts, da sie ihr natürliches Jagdverhalten weitgehend abgelegt haben", so der Sprecher.

Darüber hinaus baue man im Raum Lobming-Tal ein neues Nest, das die schon bald aus dem Süden heimkommenden Störche anlocken soll. Ob Meister Adebar dieses annimmt oder sich doch anderswo niederlässt, sei ihm überlassen, erklärte Fiedler. Wichtig sei es jedenfalls, den Fliegerhorst langfristig frei von allen Großvögeln - auch von Krähen, Reihern und Bussarden - zu halten.

"Maßnahme zeigt Wirkung"
Das Genehmigungsverfahren läuft bereits, das Land Steiermark hatte den Einsatz von Falken als die "schonendste und nachhaltigste Vergrämung in völligem Einklang mit den geltenden Naturschutzbestimmungen" erachtet.

Doch was für den Laien nach einer ungewöhnlichen Idee klingt, hat sich übrigens längst bewährt: "Mittlerweile gibt es zahlreiche Zivil-Flughäfen mit eigenen Falken-Stationen. Die Maßnahme zeigt Wirkung", so Fiedler.

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