Sa, 18. November 2017

10.000 € „Kopfgeld“

11.01.2012 16:00

Phantom sabotiert Skylink-Terminal am Flughafen Wien

Der Start des Skylink-Terminals auf dem Flughafen Wien-Schwechat steht wirklich unter einem schlechten Stern. Nach Verzögerungen und Korruptionsvorwürfen wurde jetzt vom Flughafen sogar ein "Kopfgeld" in Höhe von 10.000 Euro auf einen Saboteur ausgesetzt (Bild).

Seit Monaten schlägt das Phantom immer wieder zu. Es begann im September mit durchtrennten Kabeln (weiteres Bild), dann wurde im Oktober ein eineinhalb Meter großes Loch in die Dachhaut geschnitten.

Überwachungskamera gestohlen
Aufgrund der Vorfälle habe man dann Überwachungskameras auf der 150.000 Quadratmeter großen Baustelle montiert und die Sicherheitskontrollen am Zugang verschärft, berichtete Flughafen-Sprecher Peter Kleemann. Dann sei jedoch auch eine dieser Kameras gestohlen worden.

"Zuletzt schlug der Unbekannte am Montag zu", so Kleemann. Dabei wurden am Skylink erneut Kabelstränge durchtrennt. Eine offizielle Anzeige zur letzten Tat lag der Polizei am Mittwoch noch nicht vor, sie wurde für Donnerstag angekündigt, sagte ein Ermittler. Bis dato dürfte ein Schaden von 20.000 bis 30.000 Euro entstanden sein.

10.000 Euro "Kopfgeld" auf Unbekannten ausgesetzt
Rätselhaft ist das Motiv des Täters. Handelt es sich um einen entlassenen Mitarbeiter, der Rache üben möchte? Will jemand das in die negativen Schlagzeilen geratene Millionen-Projekt weiter verzögern? Die Verantwortlichen in Schwechat nehmen die Angelegenheit jedenfalls sehr ernst, schließlich könnten solche Sabotageakte beim Vollbetrieb böse Folgen haben.

"Inbetriebnahme aus heutiger Sicht nicht gefährdet"
Die meisten Defekte seien mittlerweile wieder behoben, die Reparaturarbeiten an den jüngsten Beschädigungen noch im Gange, erklärte Kleemann. "Die Vorfälle sind natürlich ein Problem, das man beheben muss, aber die Inbetriebnahme (im Juni 2012, Anm.) ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet", so der Flughafen-Sprecher.

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