Sa, 21. Oktober 2017

Neffe wieder frei

23.09.2011 09:57

Tote in Gefriertruhe: 88-Jährige starb an Herzversagen

Kein Mord, sondern eine natürliche Todesursache - das hat die Obduktion jener 88-Jährigen ergeben, die am Montagabend in Neuhofen an der Ybbs (Bezirk Amstetten) in einer Tiefkühltruhe gefunden worden war. "Die Frau starb an Herzversagen", teilte Polizeisprecher Markus Haindl am Donnerstagabend mit. Ihr Neffe wurde aus der U-Haft entlassen.

Ein schriftliches gerichtsmedizinisches Gutachten liege noch nicht vor, auch toxikologische Untersuchungen seien noch ausständig, so Peter Ficenc, Leitender Staatsanwalt in St. Pölten, am Freitag. "Derzeit ist ein Verdacht in Richtung Mord nicht gegeben."

Der 47-jährige Neffe der pflegebedürftigen Frau, der die Leiche seiner Tante seit Anfang Juni in der Gefriertruhe versteckt hatte, um weiter das Pflegegeld und die Pension zu kassieren, wurde daraufhin am Donnerstagabend aus der Untersuchungshaft entlassen.

Ermittlungen wegen Betrugs und Störung der Totenruhe
Gegen den Mann wird aber weiterhin wegen Betrugsverdachts und Störung der Totenruhe ermittelt. Ob ein psychiatrischer Sachverständiger den Zustand des 47-Jährigen untersuchen wird, stehe noch nicht fest.

Entdeckt worden war die Tote nach Intervention von Verwandten, als die Exekutive vor Ort Nachschau hielt, nachdem die Seniorin seit Monaten nicht erreicht und gesehen worden war. Vor den Beamten soll der 47-Jährige, der mit der Frau in einem Haus lebte und sie versorgte, dann "relativ rasch" zugegeben haben, dass seine Tante tot sei. Seinen Angaben zufolge habe er mit ihr vereinbart, sie nach ihrem Tod zu verstecken, um weiterhin die Zahlungen zu erhalten.

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