So, 22. Oktober 2017

Merkwürdige Beute

05.08.2011 16:17

AUA-Mitarbeiter klaute Notrutschen und Leichensäcke

Jahrelang hat sich ein AUA-Angestellter offenbar an seinem Arbeitsplatz "bedient" - der Mann soll unter anderem Schwimmwesten, Notrutschen und Atemschutzmasken gestohlen haben, um sie danach im Internet zu verkaufen, sogar Leichensäcke hat der Verdächtige laut Polizei mitgehen lassen. Fahnder des Stadtpolizeikommandos Schwechat legten ihm nun das Handwerk.

Seit 2007 dürfte der Mann regelmäßig "abgeräumt" haben. Bis zur Kündigung im März dieses Jahres verschwanden immer wieder Artikel zur Ausrüstung und Instandsetzung der Maschinen. "Darunter waren auch Notfallpakete oder Carbon-Gewebe", sagte Manfred Wenzel von der Schwechater Polizei. Den Ermittlern der dortigen Kriminalabteilung gelang es schließlich mit minutiösen Recherchen, dem mutmaßlichen Täter auf die Schliche zu kommen.

Ausrüstung teilweise im Internet verhökert
Der Tatverdächtige war offenbar stets bemüht, seine Beute zu Geld zu machen. Auf einer Internetplattform soll der Mann die gestohlene Flugzeug-Ausrüstung verhökert und so mindestens 7.700 Euro eingenommen haben.

Indes glich die Wohnung des Verdächtigen einem Ausrüstungszentrum für Flugzeuge. Die Ermittler benötigten nach einer gerichtlich angeordneten Durchsuchung sogar einen Klein-Lkw (Bild), um sämtliche gestohlenen Gegenstände abzutransportieren. Der Wert der Waren beläuft sich auf 44.100 Euro, der dem Mann angelastete Gesamtschaden wird mit knapp 52.000 Euro beziffert. "Außerdem wurde ein Schlagring in den Räumlichkeiten sichergestellt", berichtete Wenzel. Der Mann wurde angezeigt.

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