Fr, 15. Dezember 2017

Statue in Budapest

29.06.2011 17:09

Reagan "wacht" nun über Ungarns Demokratie

Der frühere US-Präsident Ronald Reagan wird künftig über die Demokratie in Budapest "wachen". Aus Anlass des 100. Geburtstags des verstorbenen Politikers wurde am Mittwoch auf dem Budapester Freiheitsplatz eine überlebensgroße Statue Reagans enthüllt. Diese soll künftig einen Kontrapunkt zum sowjetischen Heldendenkmal bilden, in dessen Richtung Reagans bronzenes Gesicht weist.

Budapest ist neben London, Prag und Krakau einer der Schauplätze der europäischen Feierlichkeiten anlässlich des 100. Geburtstages von Reagan. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban sagte, die "felsenfeste Überzeugung" Reagans im Kampf gegen den Kommunismus solle als Vorbild dienen. Der Zeremonie wohnte auch die frühere US-Außenministerin Condoleezza Rice bei. Orban würdigte die Rolle des früheren US-Präsidenten beim Sturz der kommunistischen Regime in Osteuropa. "Die Geschichte hat ein Urteil über Reagan gesprochen, das von Dankbarkeit und Ehre erfüllt ist", sagte er.

Rice bedankte sich im Namen des amerikanischen Volkes für das Denkmal. Es wurde von Orban, Rice und dem ungarischen Vizepremier Zsolt Semjen, in seiner Funktion als Vorsitzender des ungarischen Ronald-Reagan-Komitees, enthüllt. Die Bronzestatue ist das Werk des ungarischen Bildhauers Istvan Mate.

Dissidenten richten Hilferuf an US-Außenministerin
Vor dem Hintergrund massiver internationaler Kritik wegen autoritärer Tendenzen der Regierung in Budapest richtete indes eine Gruppe prominenter ungarischer Dissidenten einen Hilferuf an US-Außenministerin Hillary Clinton. Sie solle sich für die Verteidigung der Demokratie in Ungarn einsetzen. Premier Orban, der mit dem Versprechen, die Demokratie zu stärken, an die Macht gekommen war, entferne sich nämlich immer mehr von den westlichen Demokratien und untergrabe die Gewaltenteilung, so der Vorwurf der Unterzeichner des Appells.

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