Sa, 21. Oktober 2017

Erneute Haftprüfung

20.06.2011 12:44

Haftunfähiger „Kindermasseur“ bleibt in U-Haft

Der wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs Unmündiger verhaftete 46-jährige Niederösterreicher, dem wegen einer Persönlichkeitsstörung eine Haftunfähigkeit attestiert worden war, bleibt weiter in U-Haft. Gründe dafür seien Tatbegehungs- und Tatausführungsgefahr, wie es am Montag nach der Haftprüfung am Landesgericht Wiener Neustadt hieß. Die U-Haft sei vorerst bis 22. August verlängert.

Außerdem bestehe weiterhin Verdunkelungsgefahr. Diese laufe allerdings am 6. Juli aus, weil es dafür eine Höchstfrist von acht Wochen gebe, sagte Gerichtssprecher Hans Barwitzius. Im Fall des 46-jährigen Wiener Neustädters geht es laut der Anklagebehörde neben Kinderpornografie auch um Stalking, teils vollendete, teils versuchte Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauch von Unmündigen.

Haftunfähigkeit wird überprüft
Die Causa hat vor allem deshalb so viel Aufsehen erregt, weil sich der Wiener Neustädter nach einer Ende Juli 2009 rechtskräftig gewordenen Verurteilung wegen Haftunfähigkeit auf freiem Fuß befand und verdächtig ist, sich wieder in einschlägiger Weise betätigt zu haben.

Der Gerichtspsychiater hatte dem Verurteilten eine "organisch bedingte Persönlichkeitsstörung" attestiert. Ein neues Gutachten soll diesen Befund nun überprüfen. Doch die Expertise sei "noch nicht da", sagte Barwitzius am Montag.

Der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte 46-Jährige wurde am 4. Mai festgenommen. Seither sitzt er in U-Haft. Laut Barwitzius spielt hier die Haftfähigkeit keine Rolle.

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