Mi, 22. November 2017

Skurriler Umbau

19.05.2011 18:07

Lieferanten können nicht mehr zu Pizzeria zufahren

Um Platz für den stets leeren "Hop on, hop off"-Bus zu schaffen, haben die Salzburger Verkehrsplaner die Firmianstraße auf 150 Metern zur Einbahn erklärt. Jetzt kommen dafür die Lieferanten nicht mehr zur Pizzeria am Weiher. Und beim Volksgarten will man die Bürglsteinstraße wieder umbauen: "Hinausgeworfenes Geld", ärgern sich Anrainer.

"Uns hat niemand von dieser Maßnahme informiert", so Saeid Emambakhsh (Bild), Pächter der Pizzeria Milano am Leopoldskroner Weiher. Seine Gäste können nun nicht mehr direkt von der Leopoldskroner Straße zufahren, sondern müssen einen kilometerlangen Umweg über die Firmianstraße machen.

Es kommt aber noch schlimmer: "Meine Lieferanten können mit dem Lkw jetzt gar nicht mehr zu mir", ärgert sich der Gastronom: "Denn in der Firmianstraße gilt ja eine Vier-Tonnen-Beschränkung." Von der nur der stets leere "Hop on, hop off"-Bus ausgenommen ist.

"Kinder haben nicht einmal Gehweg"
Anrainer und Nationalrat Erich Tadler ärgern sich darüber besonders: "Die Kinder haben in der Firmianstraße nicht einmal einen Gehweg. Und was sich die Stadt dabei denkt, einem stinkenden und stets leer fahrenden Dieselbus Vorrang vor den Salzburgern einzuräumen, weiß wohl auch niemand."

Busspur, Rad- und Gehweg in der Bürglsteinstraße geplant
Ärger gibt es auch in der Bürglsteinstraße, wo die Stadt eine Busspur sowie einen weiteren Rad- und Gehweg stadteinwärts plant: "Völlig sinnlos", ärgert sich Ex-VP-Gemeinderat Anton Bucek: "Dafür will man offenbar einen Großteil der alten Eschen für krank erklären und umsäbeln." Und außerdem gibt es ja einen (schattigen) Geh- und Radweg direkt vor dem Volksgartenbad. 900.000 Euro sollen die Baumaßnahmen kosten. Bucek: "Viel sinnvoller wäre es, um dieses Geld die zwei gesperrten Zufahrts-Brücken zum Volksgarten zu sanieren."

Auch das 500 Jahre alte Brodhäusl mit Trafik und Imbiss wird im Juni abgerissen. Der Familie, die es seit vier Generationen betreibt, bot die Stadt dafür zunächst 5.000 Euro Ablöse an.

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