Do, 19. Oktober 2017

Schwere Zeit

22.04.2011 14:54

Demi Lovato: „Habe mit zwölf quasi zu essen aufgehört“

Essstörung, manische Depression und Borderline-Syndrom: Demi Lovatos Jugend war von ihren psychischen Krankheiten geprägt. Nach einer erfolgreichen Therapie fühlt sich der Teeniestar nun endlich gefestigt genug, offen darüber zu sprechen. "Ich möchte den jungen Mädchen, die das Gleiche durchmachen, die Augen öffnen", meinte der Disneystar in einem Interview.

Ihre Schulzeit sei alles andere als rosig gewesen, verriet der Teeniestar in einem Interview in einer US-TV-Show. "Ich habe damit immer schon gekämpft. Ich war mit acht Jahren einfach ein wenig rund." Warum ihre Schulkollegen sie aufgezogen hätten, weiß Lovato bis heute nicht wirklich. "Ich habe keine Ahnung, warum sie so gemein waren. Sie haben gesagt, ich sei fett."

Im Alter von zwölf Jahren habe sie schließlich quasi zu essen aufgehört, meistens nur noch zwei warme Mahlzeiten in der Woche zu sich genommen. "Die letzten zehn Jahre hatte ich ein wirklich ungesundes Verhältnis zum Essen", gestand sie jetzt ein. Zwar hätte sie bereits damals professionelle Hilfe in Anspruch genommen, doch ihre Depressionen wurden immer schlimmer.

Mit elf begann die Schauspielerin schließlich, sich selbst zu schneiden. "Das war der Weg, meiner eigenen Scham, der Scham über mich und meinen eigenen Körper, Ausdruck zu verleihen", erklärt Lovato ihre Handlungen. "Ich kehrte quasi mein Inneres nach außen. Und manches Mal waren die Gefühle so aufgestaut, dass ich einfach nicht mehr wusste, was ich tun sollte."

Als sich während ihrer Tour im letzten Sommer ihre Probleme erneut verschlimmerten, habe ihr ihre Familie zu einer Therapie geraten. "Sie haben sich zu mir gesetzt und gesagt: 'So kannst du nicht weiterleben.'" Und der Aufenthalt in der Klinik habe ihr wirklich geholfen, so Lovato weiter. Zum ersten Mal in ihrem Leben hätte sie "begonnen zu fühlen". Vor allem, dass sie ihrer kleinen Schwester ein Vorbild sein wollte, habe ihr den nötigen Antrieb gegeben, nicht aufzugeben.

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