Di, 22. Mai 2018

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16.04.2011 22:00

Südtiroler Retter durften Toten in Tirol nicht bergen

An der Bergung eines auf Tiroler Seite tödlich verunglückten Alpinisten aus Südtirol und damit an ihrem freiwilligen Einsatz sind Bergretter aus Sterzing am Samstag gehindert worden. Sie mussten den männlichen Leichnam zurücklassen. Dies sei die Anweisung der Tiroler Alpinpolizei gewesen, teilte Markio Helmuth, Vizepräsident der Bergrettung, mit. Die Helfer seien bereits bei dem Toten gewesen, aber die Einsatzkräfte aus Tirol hätten die Bergung übernehmen wollen.

Bei der gesamten Truppe habe diese Entscheidung Unverständnis ausgelöst. Gerade auch deshalb, weil die Überstellung eines Toten in ein anderes Land kostspielig sei. "Wir hatten den Leichnam schon für den Abtransport vorbereitet", schilderte Helmuth. Schließlich mussten sie unverrichteter Dinge zurückfliegen.

Aufgrund der Temperaturen und der damit verbundenen Lawinen- und Steinschlaggefahr sei die Lage auch für die Helfer zu gefährlich geworden. Auf die Ankunft der Kollegen konnten sie nicht mehr warten.

Alpinist 200 Meter abgestürzt
Der Unfall hatte sich gegen 11.30 Uhr ereignet. Zwei Bergsteiger waren zuvor von Pfitsch bei Sterzing aus auf den 3.411 Meter hohen Schrammacher in den Zillertaler Alpen in Tirol aufgestiegen. Aus noch ungeklärter Ursache stürzte ein Alpinist rund 200 Meter über steiles, felsdurchsetztes Gelände ab. Zuerst wurde die Leitstelle in Tirol alarmiert, welche dann die Einsatzkräfte in Südtirol über das Unglück in Kenntnis setzte.

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