Mo, 26. Februar 2018

Drohendes Aus

16.04.2011 10:50

Erzbergbahn auf "totem Gleis" -Kampf um Erhalt

Dass die ÖBB jetzt ihren Streckenabschnitt Trofaiach-Vordernberg veräußern möchte, lässt bei den Erzbergbahn-Verantwortlichen die Alarmglocken schrillen: Findet sich kein geeigneter Käufer, droht der Rückbau der acht Kilometer langen Strecke - womit der Erzbergbahn ihr "Herz" genommen würde.

Die Österreichischen Bundesbahnen werfen ihre Eisenbahnstrecke Trofaiach-Vordernberg auf den Markt, nachdem der Abschnitt bereits im Jahr 2001 stillgelegt wurde. Von dem Vorhaben ist vor allem einer stark betroffen: Der Erzbergbahn-Verein, der eine der schönsten Bahnstrecken Österreichs seit Jahren engagiert betreibt.

Chef René Thaller (Bild) erklärt: "Jener Abschnitt, der nun veräußert werden soll, beinhaltet auch die Haltestelle Vordernberg Süd. Die Krux an der Geschichte: Hier befinden sich all unsere wichtigen Anlagen wie Werkstätten und Verwaltungsgebäude." Im Klartext: Findet sich kein geeigneter Käufer (der Preis wird auf etwa 1,5 Millionen Euro geschätzt), muss die Strecke wohl rückgebaut werden - was das sichere Aus für die obersteirische Traditionsbahn bedeuten würde.

"Region und das Land müssen Strecke sichern"
René Thaller will um den Erhalt der Erzbergbahn, die heuer 120-Jahr-Jubiläum feiert, kämpfen: "Die Region und das Land müssen die Strecke jetzt sichern, sonst ist die touristische Nutzung des Erzberges ein für allemal verloren. Wir, der Erzbergbahn-Verein, würden sofort als Betreiber zur Verfügung stehen!" Die Frist zur Anbotslegung läuft übrigens bereits in zwei Wochen aus, ob sich gerade in Sparzeiten jemand für das Vorhaben finden lässt, ist mehr als fraglich.

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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