Mo, 18. Dezember 2017

170.988 Einsätze/Jahr

16.02.2011 15:21

"144 - Notruf NÖ" disponierte 2010 5.000 Notrufe mehr

170.988 Notfalleinsätze sind im Jahr 2010 von der Rettungsleitstelle "144 - Notruf NÖ" disponiert worden. "Das ist ein Plus von 5.175", erklärte Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka am Mittwoch in. Zurückzuführen sei das zum einen auf die demografische Entwicklung der Bevölkerung und die dadurch bedingte Zunahme an Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfällen, zum anderen darauf, dass die Menschen durch Aufklärungsarbeit verstärkt alarmieren anstatt noch selbst ins Krankenhaus zu kommen, erläuterte der VP-Politiker.

Die Notfalleinsätze machten aber verglichen mit den anderen Zahlen einen eher geringen Prozentsatz der Arbeit der Leitstelle aus. Insgesamt wurden im Vorjahr 1.689.762 Telefongespräche geführt, was einen Rückgang von 194.748 Anrufen bedeutet - allerdings nicht, weil weniger passierte, sondern weil die Krankentransporte mit den Landeskliniken nun auf elektronischem Weg organisiert werden. Die Gesamtzahl der disponierten "Events" blieb mit 1.056.825 auch annähernd gleich.

Fehleinsätze für Rettungshubschrauber konstant niedrig
Auf stabil niedrigem Niveau ist auch die Zahl der Fehleinsätze der Notarzthubschrauber geblieben. Sie bewegte sich zwischen 15 und 20 Prozent, erklärte Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka. Laut internationalen Empfehlungen sollten die Fehleinsätze auch nicht unter der 15-Prozent-Latte liegen, "damit uns nichts durch die Lappen geht", betonte er.

Bis zu 300 Anrufer pro Mitarbeiter und Tag
"Mit unseren 125 Mitarbeitern zählen wir zu den 'big Five' der Rettungsleitstellen in der Welt", so Sobotka. Die Qualität der Leitstelle, seit 2009 als "Accredited Center of Excellence" zertifiziert, sei auch im Vorjahr hoch geblieben: Im Durchschnitt waren binnen zehn Minuten Sanitäter, binnen zwölf Minuten der Notarzt am Einsatzort. An den stärksten Tagen - etwa bei Glatteis oder Hitze - wurden in den Call-Centern in 24 Stunden über 12.000 Anrufe entgegengenommen, pro Mitarbeiter und Schicht bis zu 300.

Die Kosten der vom Land mitfinanzierten Gesellschaft lagen gleichauf mit den Erträgen bei rund sechs Millionen Euro, führte Geschäftsführer Thomas Pöchacker aus. 6,60 Euro zahlen die Organisationen für jeden Transport an die Leitstelle, dieser Wert sei seit vier Jahren stabil und soll auch in naher Zukunft nicht angehoben werden.

Für 2011 plant "144 - Notruf NÖ" unter anderem die Landeskliniken in das Alarmierungssystem einzubinden und mit Behördenfunkgeräten auszustatten, damit sich diese bei größeren Einsätzen mit mehreren Verletzten optimal vorbereiten können. Ein Pilotprojekt laufe bereits am Landesklinikum Amstetten, so Sobotka.

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