Mo, 20. November 2017

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31.01.2011 19:07

Wüsten-Beton aus dem Pinzgau - Top-Auftrag für Rieder

Wieder hat die Firma Rieder aus Maishofen einen millionenschweren Auftrag an Land gezogen - der Betonspezialist verkleidet die Außenfassade des größten, jemals gebauten Forschungszentrums mitten in der Wüste. Das extreme Klima ist für die Bauherrn eine hohe Herausforderung. Auftraggeber ist der Ölriese Saudi Aramco in Saudi Arabien.

In Nähe von Riad entsteht das Energie-Forschungszentrum "King Abdullah Petrolium Studies and Research Center" - die Saudis wollen dort nach modernen Energielösungen forschen. Die Londoner Stararchitektin Zaha Hadid entwarf das "Wüstenschiff", bei der Gebäudehülle vertrauen die Saudis den Österreichern. Die anspruchsvolle Geometrie fordert die Firma Seele aus Oberösterreich, Rieder baut die Dachflächen sowie komplizierte Elemente aus Glasfaserbeton und hat dafür eigens eine neue Produktionstechnik entwickelt. Denn das Zentrum besteht aus einer dreidimensionalen Wabenstruktur, die Oberfläche soll dabei aus einem Guss erscheinen.

"Wir sehen Zuschlag als Bestätigung für unsere Arbeit"
"Die Anforderungen sind sehr hoch", erzählte Wolfgang Rieder über das Projekt "Wüste". Die Materialien müssen extreme Temperaturschwankungen aushalten. Metall schied zum Beispiel aus, weil es Wärme viel stärker abstrahlt. Außerdem legen die Saudis einen hohen Wert auf die richtige Öko-Bilanz. Das Forschungszentrum wird nach dem amerikanischen Green-Building-Programm LEED zertifiziert. "Die ökologischen Eigenschaften unserer Produkte sind uns besonders wichtig. Der Energieverbrauch unserer fibreC-Platten liegt deutlich unter anderen Fassadenlösungen. Wir sehen den Zuschlag als Bestätigung für unsere Arbeit", freute sich Wolfgang Rieder, der seit Jahren viel in die Forschung investiert.

Das Betonwerk baute schon mehrmals auf international angesehenem Boden: Für ein Fußball-WM-Stadion in Südafrika lieferte die heimische Firma 40.000 fibreC-Platten, in Spanien bekam Rieder für die Brücke in Saragossa den Zuschlag. Und auch in Dubai und Abu Dhabi kennt man die Betonspezialisten aus dem Pinzgau bereits. Rieder: "Wir waren beim Bau von Museen und Universitäten beteiligt." Das saudische Forschungszentrum soll nach Wunsch des Königs im Mai 2012 fertig sein. Die 13 Zentimeter dünnen Glasfaserbeton-Paneele werden im deutschen Rieder-Werk hergestellt. Der Produktionsprozess für die aufwändigen Sonderformen bleibt ganz im Pinzgau. Zwei Mitarbeiter von Rieder werden die Arbeiten in der Wüste koordinieren.

von Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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