Mi, 13. Dezember 2017

"Minka" getötet

28.01.2011 18:44

Katzenmörder kam mit 360 Euro Geldstrafe davon

"Ja haben Sie denn kein Mitleid gehabt mit dem Tier?" - Richter Manfred Seiss konnte nicht verstehen, warum ein 20-Jähriger eine Katze so lange gegen die Wand und auf Motorhauben von Autos drischt, bis sie nicht mehr lebt. Die leise gemurmelte Antwort: "Doch, aber erst als sie tot war..."

"Minka" war Ende März 2010 nicht mehr nach Hause gekommen. Ihre Besitzerin, eine Pensionistin, suchte überall nach ihr – vergeblich. Dann fanden Nachbarn die Katze. Als blutiges Knäuel Elend, tot in einer Ecke einer Tiefgarage in Bad Hofgastein. Ein Fall, der auch den örtlichen Polizisten keine Ruhe ließ. Knapp zwei Monate später hatten ihre Ermittlungen Erfolg. Die Beamten forschten einen Arbeitslosen als den herzlosen Tierquäler aus.

Plötzlich "ist mir die Katze im Weg gestanden"
"Ich war auf dem Heimweg von einer Lokaltour. Wie ich durch die Tiefgarage ging, ist mir die Katze im Weg gestanden", gab der 20-Jährige zu. Dass er sie so lange gegen die Garagenwand und auf die Motorhauben von drei Autos geschleudert hat, daran wollte sich der damals Betrunkene nicht mehr so genau erinnern. Die Wucht der Schläge hinterließ sogar Dellen an einem Pkw.

Urteil: eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen. Der Tagsatz konnte beim Arbeitslosen mit maximal vier Euro bemessen werden. Also nur 360 Euro für den Katzenmörder.

von Manfred Heininger, Kronen Zeitung

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