Fr, 24. November 2017

Jugendliche Sucht

01.10.2010 15:37

Ein Drittel raucht, ein Viertel trinkt Alkohol

Ein Drittel von Niederösterreichs Jugendlichen bzw. die Hälfte der 17- bis 18-Jährigen raucht regelmäßig. Alkohol konsumieren zwei Drittel "gemäßigt", drei Viertel bevorzugen Alcopops, gefolgt von Bier bei den Burschen. Das ergab eine aktuelle Studie der Niederösterreichischen Landesakademie, für die im vergangenen Sommer 722 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren "face to face" befragt wurden.

Das Rauschtrinken ist der Studie zufolge bei Burschen deutlich weiter verbreitet als bei Mädchen. An Drogen haben sieben Prozent schon Cannabis konsumiert, die Hälfte allerdings nur ein Mal. Insgesamt haben zehn Prozent bereits irgendeine dieser Substanzen probiert. Dabei zeigte sich, dass der direkte Zugang - ohne den "Einstieg" über Alkohol oder Nikotin - sehr selten vorkommt. Erhoben wurde auch, dass die Gefahreneinschätzung des Konsums von Suchtmitteln mit zunehmendem Alter abnimmt, besonders deutlich bei Alkohol.

Kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern
Das Einstiegsalter beim Rauchen liegt bei 13 Jahren, jenes bei Cannabis und Alkohol bei 14 Jahren. Mit 16 haben die Jugendlichen im Durchschnitt schon jene Erfahrungen gemacht, die dann als Gewohnheiten beibehalten werden. Was Konsum und Einstellung zu den abgefragten Suchtmitteln angeht, gibt es - mit Ausnahme des Rauschtrinkens - kaum Unterschiede weder zwischen den Geschlechtern noch hinsichtlich des Migrationshintergrundes.

Flächendeckende Beratung und Information
Die Erkenntnisse über das Suchtverhalten sollen helfen, die Präventionsarbeit zu optimieren, sagte Landesrat Johann Heuras (VP) am Freitag. Für die Präventionsarbeit mit Eltern und Pädagogen als Partner sei es wichtig, Trends und suchtproblematische Verhaltensweisen zu erkennen, meinte der Landesrat. Beratung und Information der Kinder und Jugendlichen seien flächendeckend anzubieten, gute Freizeitangebote auszubauen sowie Lebenskompetenz, Selbstwertgefühl, Talente und Fähigkeiten zu fördern und zu stärken, so Heuras.

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