So, 19. November 2017

Causa Nebenbahnen

07.09.2010 14:39

SP will Schienen bei stillgelegten Strecken erhalten

Die Zukunft der Nebenbahnen ist weiterhin umstritten. Dabei geht es aber nicht nur darum, ob Strecken stillgelegt werden, sondern auch darum, was mit den geschlossenen Bahnverbindungen passieren soll. Während die Volkspartei am Dienstag also die Eröffnung des neuen Busnetzes im Mostviertel feierte, beklagte sich die SP über Pläne zur Abwrackung der stillgelegten Strecke im Ybbstal.

"Derzeit wird immer häufiger die Möglichkeit diskutiert, die Trassen der Bahnstrecken, welche das Land derzeit stilllegt, als zukünftige Radwege nachzunutzen. Die SP spricht sich hier klar dagegen aus", stellte der rote Landeshauptmann-Stellvertreter Sepp Leitner klar. Statt Strecken, die in technisch einwandfreiem Zustand sind, zu demontieren, wäre es sinnvoller, eine Nachnutzung als Nostalgie- oder Draisinenstrecke anzudenken. "Somit wäre es auch möglich, die Strecken nach einigen Jahren, wenn Bedarf bestünde, wieder in den Regelbahnbetrieb zu übernehmen", so Leitner.

Nachnutzung anstatt Strecken "vorschnell zu vernichten" 
Diese Meinung teilte auch der rote Bürgermeiser von Hollenstein Franz Gratzer: Keiner könne ernsthaft sagen, wie sich die Zukunft des Verkehrs darstellt, "was heute als unwirtschaftlich angesehen wird, kann in wenigen Jahren wieder eine Alternative sein", meinte er. Statt infrastrukturelle Werte "vorschnell zu vernichten" sollten die stillgelegten Strecken daher den Gemeinden zur wirtschaftlichen Nachnutzung - etwa für Dampfsonderzüge - übergeben werden.

Im Ybbstal, wo die umstrittene Bahnlinie liegt, ist seit Samstag die neue "Mostviertel-Linie" in Kraft. VP-Landesrat Johann Heuras sieht in der nun geschaffenen Verbindung zwischen dem Erlauf- und dem Ybbstal eine "enorme Aufwertung" der Region. Außerdem betonte er, dass das öffentliche Verkehrsangebot nun "in Summe" vervierfacht und Fahrzeiten verkürzt worden seien.

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