Di, 19. Dezember 2017

Familientragödie

29.08.2010 17:50

Mann erschießt nach Fest Ehefrau und sich selbst

Eine schreckliche Familientragödie hat sich in Welgersdorf im Burgenland zugetragen: Nach einem Ehestreit erschoss ein 69-jähriger Pensionist zuerst seine Frau und dann sich selbst. Nur wenige Minuten vor dem Todesdrama hatte das Paar noch ein Fest gegeben. Ein Nachbar: "Sie begleiteten ihre Gäste noch zur Tür, dann fielen zwei Schüsse..."

Die Menschen in der 500-Einwohner-Gemeinde im südlichen Burgenland sind ratlos. Niemand hätte es für möglich gehalten, dass in ihrem kleinen Ort eine derartige Familientragödie passieren kann. Doch in der Nacht auf Sonntag hat einer ihrer Dorfbewohner mit einer Schrotflinte seine rund zwanzig Jahre jüngere Ehefrau getötet. Nach der Bluttat nahm sich der Mann selbst das Leben.

Ein Nachbar, der die Schüsse gehört hatte, erzählt beim "Krone"-Lokalaugenschein: "Herzlich und gut gelaunt haben sie noch ihre Gäste verabschiedet. Und wenige Minuten danach liegen beide tot auf ihrem Wohnzimmerboden."

Der Kreisarzt konnte nur mehr den Tod der beiden durch je einen Schrotschuss feststellen. Die Polizei geht von Mord und Selbstmord aus, ein Dritter dürfte nicht beteiligt gewesen sein.

Rätselraten über Motiv
Krankheit, Streit ums Geld, ein Seitensprung von einem der beiden - über mögliche Motive wird im Dorf viel gemunkelt. Doch ein offizielle Erklärung für das Drama gibt es noch nicht. "Wir durchsuchen derzeit die Dokumente des Paares. Vielleicht finden wir ein Röntgenbild, Bankunterlagen - oder einen Liebesbrief...", so einer der Ermittler.

Auch die Angehörigen der Eheleute, die erst vor wenigen Monaten ins Südburgenland gezogen waren, konnten der Polizei bislang keine Hinweise liefern. Gemeinsame Kinder gibt es nicht, der Mann hatte aber aus einer früheren Ehe mehrere Kinder.

von B. Blabsreiter und Ch. Schulter, Kronen Zeitung, und krone.at

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