Mi, 13. Dezember 2017

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27.08.2010 13:03

Opferstockdiebe aus Polen nach 140 Coups geschnappt

Die Vorarlberger Polizei hat ein Paar aus Polen verhaftet, das für rund 140 Opferstockdiebstähle in ganz Österreich verantwortlich sein soll. Seit Anfang Juli zogen der 38-jährige Mann und seine 22-jährige Begleiterin in einem Wagen durch das Bundesgebiet. Wo immer sie unversperrte Kirchen vorfanden, sollen die beiden zugeschlagen haben. Die Höhe des Gesamtschadens ist noch unbekannt, das Duo sitzt in der Justizanstalt Feldkirch in Untersuchungshaft.

Am vergangenen Samstag, 21. August, hatten vorerst unbekannte Täter den Opferstock in der Pfarrkirche Höchst (Bezirk Bregenz) aufgebrochen. Nach einem Hinweis des Messners wurden zwei Tage später die beiden Verdächtigen ausgeforscht.

Bei dem Paar wurden geringe Mengen Münzgeld, Einbruchswerkzeug und eine Landkarte mit markierten Punkten sichergestellt. Daraufhin konnten dem Mann und der Frau alleine in Vorarlberg 33 zum Teil noch unbemerkte Delikte zugeordnet werden. Nach anfänglichem Leugnen hätten sich die beiden geständig gezeigt, so ein Ermittler.

Aufbesserung des Lebensstandards als Motiv
Im Zuge der Untersuchung stellte sich heraus, dass die Polen zumindest seit 10. Juli für zahlreiche weitere Opferstockdiebstähle in ganz Österreich verantwortlich sein dürften. Das Paar sei gezielt mit dem kriminellen Vorhaben eingereist. Als Motiv gaben sie die Aufbesserung ihres Lebensstandards an. Sie hätten so rund 500 Euro pro Woche erbeutet, den Großteil gaben sie gleich wieder aus. Eine genaue Schadenshöhe und wo die beiden tatsächlich aktiv waren, wird laut Polizei derzeit noch gemeinsam mit den Dienststellen in den übrigen Bundesländern eruiert.

Gegen die beiden werde wegen gewerbsmäßigen schweren Diebstahls und Einbruchdiebstahls ermittelt, so die Exekutive. Dazu komme, dass das Auto der beiden nicht zugelassen war und der 38-Jährige keinen Führerschein hatte.

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