Mi, 13. Dezember 2017

Heldenhafte Tat

09.08.2010 00:09

Von Blitz getroffene Mutter reanimiert leblosen Sohn

Unwetterdrama auf dem Mirnock in Kärnten: Beim Wandern sind am Sonntag Mutter und Sohn vom Blitz getroffen worden. Nachdem die OP-Schwester aus Klagenfurt aus der Bewusstlosigkeit erwacht war, rettete sie ihrem 32-jährigen Sohn das Leben. Die beiden wurden mit dem Hubschrauber geborgen und in das LKH Villach geflogen.

Mutter und Sohn wollten am Sonntag auf ihrer Wanderung bis zum Mirnock-Gipfelkreuz gelangen. Zuvor erkundigten sie sich bei Einheimischen sogar nach dem Wetter. Und bekamen die Auskunft: "Wenn’s da oben donnert, kommt schon nix!" Deshalb waren sie nicht beunruhigt, als sie wirklich Donner hörten. Am Gipfel angekommen, bemerkten sie aber, dass das Gewitter sie quasi schon eingeholt hatte.

Die 52-Jährige und ihr Sohn entfernten sich vom Kreuz, um einem Blitz zu entgehen, und kauerten sich in eine etwas entfernte Mulde. Dort, knapp unterhalb des Gipfels, verläuft aber ein Weidezaun. Von diesem dürfte ein Blitz auf die beiden übergesprungen sein.

Mutter und Sohn wurden bewusstlos - als die Frau wieder zu sich kam, lag sie nicht nur einen Meter weit von ihrem Sohn entfernt, sie roch auch Verbranntes und bemerkte, dass er leblos da lag. Seine Pupillen waren erweitert. Zum Glück hat die Frau aber nicht nur Courage, sondern verfügt auch über die nötige Ausbildung. Sie konnte ihren Sohn reanimieren. Dann verständigte sie die Rettung.

Unterkühlt und durchnässt
Flugärztin Gerhild Prugger-Buxbaum vom "RK1" erzählt: "Wir waren nach einem Einsatz im Bezirk Villach selbst einer Gewitterzelle entkommen, als der Notruf kam. Als wir am Mirnock ankamen, war der Mann zwar unterkühlt und komplett durchnässt, er war aber bereits wieder bei Bewusstsein. Der Verletzte wurde mit der Seilwinde an Bord geholt, seine Mutter ging das Stück zum Hubschrauber sogar selbst."

"Wer weiß, wie lange der Sohn durchgehalten hätte"
Die Frau ist übrigens gerade noch rechtzeitig aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Prugger-Buxbaum: "Wer weiß, wie lange ihr Sohn noch durchgehalten hätte. Die Dame hat die Situation toll gemeistert!" Beide Patienten werden derzeit im LKH Villach auf der Intensivstation beobachtet.

von Serina Babka, "Kärntner Krone"

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