Do, 14. Dezember 2017

Wacker schafft 2:2

01.08.2010 20:32

Marcel Schreter war auch gegen Grazer in bester Torlaune

Der Aufsteiger ist an seinem Tivoli einfach nicht zu biegen: Wacker Innsbruck erkämpfte sich nach der 4:0-Gala über Rapid auch gegen den zweiten "Euro-Fighter", Sturm Graz, einen Punkt – 2:2 (1:2). Der Vaters des schwarz-grünen Remis war Marcel Schreter – der Telfer erzielte im zweiten Bundesliga-Saisonspiel 2010/11 seinen zweiten Doppelpack. Damit übernahm Schreter auch die Führung in der rotweißroten Torschützenliste.

Schwarz-Grün ist in diesen Zeiten "in": Im zweiten Saison-Heimspiel bewegten erneut mehr als 13.500 Fans die Drehkreuze am Tivoli. Und die hatten erneut ihr Kommen in keinster Weise zu bereuen. Wacker spielte mutig nach vorne, übernahm nach gut einer Viertelstunde das Kommando. Und ging folgerichtig in Führung: Keeper Grünwalds weiten Pass (!) verlängerte Koch in den Rücken der steirischen Abwehr, Marcel Schreter visierte aus vollem Lauf das lange Eck an – 1:0 (21.).

Sturm dreht Partie binnen 180 Sekunden
Davon angestachelt versuchten die Innsbrucker zu tricksen, versuchte Burgic mit einem Seitfallzieher in die Auswahl des Tor des Monats zu kommen – doch der Slowene traf das Leder nicht hart genug (34.). Doch Übermut tut selten gut – und durch zwei Defensiv-Fehler lag die Kogler-Elf plötzlich in Rückstand: Eine scharfe Flanke des Ex-Tirolers Andi Hölzl fand in Bukva den richtigen Abnehmer, sein Kopfball ging gegen Grünwalds Laufrichtung in die Maschen (38.); und nur 180 Sekunden später ließ Hölzl Wackers Pichler schlecht aussehen, seinen Stanglpass scherzelte Bukva per Außenrist am verdutzten Grünwald vorbei ins Netz (1:2/41.).

Doch damit stellten die Grazer ihr Spiel (bis auf die letzten fünf Minuten) ein, mussten froh sein, dass ihr Keeper Gratzei eine 30m-Bombe von Schreter entschärfte (45.), dass er einen Burgic-Versuch aus neun Metern nur mit großer Not bändigte (63.).

Schreter trifft per Elfer zum 2:2
Der Tiroler Moral war dies jedoch nicht abtrünnig: Abraham und Co. drängten – und benötigten doch die kräftige Mithilfe eines früheren Wackerianers: Eine Ecke von Prokopic wollte Ferdl Feldhofer mit der Hand aus dem Gefahrenbereich befördern – Schiedsrichter Harald Lechner zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Marcel Schreter war eiskalt, schoss glashart unter Gratzeis Armen hindurch zum 2:2 (77.). Treffer Nummer 4 in der laufenden Bundesliga, damit die Nummer 1 unter den Torjägern!

Beide Teams wollten in der Schlussphase die Entscheidung herbeiführen. Mit untauglichen Mitteln. Und etwas Pech und Unvermögen: Imre Szabics vergab in der Nachspielzeit den Grazer Matchball – nachdem er Pascal Grünwald erfolgreich umkurvte, traf der Ungar aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz.

von Gernot Gsellmann, Tiroler Krone

FC Wacker Innsbruck - SK Sturm Graz Endstand 2:2 (1:2). Innsbruck, Tivoli neu, 13.536, SR Lechner.
Torfolge: 1:0 (21.) Schreter, 1:1 (38.) Bukva, 1:2 (41.) Bukva, 2:2 (77.) Schreter (Handelfmeter)

Innsbruck: Grünwald - Harding, Bea, Pichler, Hauser - Koch, Prokopic (80. Löffler), Abraham, Öbster (61. Perstaller) - Burgic (76. Bammer), Schreter

Sturm: Gratzei - Standfest, Feldhofer, Schildenfeld, Pürcher (75. Ehrenreich) - Hölzl, Weber, Kienzl, Bukva - Szabics, Kienast (70. Muratovic)

Gelbe Karten: Löffler bzw. Pürcher, Feldhofer, Standfest

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