Di, 21. November 2017

Buhlen um Lehrer

12.04.2010 14:30

Tourismusbranche will Wintersport-Wochen forcieren

Die heimische Tourismuswirtschaft hat sich für die Zukunft das Ziel gesetzt, wieder mehr Kinder auf die Pisten zu bekommen. In den 1980er-Jahren, als es in den Schulen noch Pflicht-Wintersportwochen gab, tummelten sich jährlich 300.000 Kinder auf Österreichs Bergen, in der heurigen Saison waren es nur noch 140.000. In Salzburg startete die "Plattform Allianz" - ein Zusammenschluss von Skiindustrie, Seilbahnwirtschaft und Tourismus - daher ein Pilotprojekt zur Forcierung von Wintersportwochen.

1.400 Lehrer wurden dazu eingeladen, Skigebiete zu testen, um sie dann den Schülern schmackhaft machen zu können – von den Seilbahnbetrieben wurden dazu die Liftkarten zur Verfügung gestellt. Dieses Pilotprojekt soll im nächsten Winter auf andere Bundesländer ausgeweitet werden. Von der Skiindustrie werden als Anreiz für die Lehrer verbilligte Ausrüstungen bereitgestellt, die Skischulen sollen auch mitwirken und die Lehrer schulen.

Rückkehr zum Stand von vor 20 Jahren
"Der Wintersport muss auch funktionieren, wenn die österreichischen Alpin-Sportler keine Preise gewinnen und damit Werbung fürs Skifahren machen", sagte der Sprecher der Plattform, Franz Schenner. Die Interessensvertreter der Allianz wollen wieder auf eine Zahl von rund 300.000 skifahrenden Kindern wie vor rund 20 Jahren zusteuern.

Seit der Abschaffung der verpflichtenden Schulskiwoche seien eine halbe Million Skifahrer und damit eine ganze Generation verlorengegangen. Um das ambitionierte Vorhaben umzusetzen, wird aber noch Geld benötigt. In einem weiteren Schritt sollen die entsprechenden Förderprogramme mit den zuständigen Ministerien – also Wirtschaft, Bildung und Sport – besprochen werden. Derzeit arbeitet die Allianz mit einem Startkapital von 50.000 Euro.

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