Mo, 23. Oktober 2017

Vor 380-kV-Gipfel

23.03.2010 11:48

Schaden kündigt Widerstand gegen „Irrsinnspläne“ an

Nicht nur in Koppl stehen die Zeichen auf Sturm, seit Pläne für die 380-kV-Stromautobahn über Gaisberg und Nockstein aufgetaucht sind. Auch die Stadt Salzburg kämpft gegen die Zerstörung des Erholungsgebiets für Zigtausende Bürger. Ortschef Heinz Schaden (im Bild) kündigte massiven Widerstand gegen diese "Irrsinnspläne" an.

Im Land soll am Dienstag geklärt werden, wie der zweite Teil der Stromautobahn bis nach Kaprun gebaut wird. Für die 380er-Leitung zeichnet sich ab, dass der Verbund vor allem in Koppl und der Stadt Salzburg auf massiven Widerstand trifft. Hier sorgt die Variante über Gaisberg und Nockstein für Entsetzen. In Koppl sammelten die besorgten Bürger 436 Unterschriften gegen diese Trasse, auch 12 der 19 Gemeindevertreter unterzeichneten.

Bürgerinitiative gegen Stromautobahn
Und in der Stadt Salzburg regte Stadtchef Heinz Schaden eine Bürgerinitiative an, bei der sofort 300 Menschen mitmachten. "Wenn es vom Verbund da kein Einlenken gibt, machen wir ihnen das Leben schwer", droht Schaden und kündigt auch "Einsprüche gegen Genehmigungen" an, die den Bau um einige Jahre verzögern würden. "Es ist völliger Blödsinn, so eine Leitung mitten ins Erholungsgebiet auf den Berg zu stellen, also quasi in die Auslage. Niemand hat dafür Verständnis, wenn für die Leitung riesige Schneisen in den Wald geholzt werden", erklärte der Stadtchef.

Beim Verbund ist man alles andere als entzückt, dass die Diskussion über die 380-kV-Leitung wieder so vehement entbrannt ist. Das bestätigte der Projektleiter für die Salzburgleitung, Helmut Tamerl, am Montag im Interview mit der "Krone" (siehe Infobox).

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung   

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