Di, 21. November 2017

Baggerungen geplant

29.11.2009 19:03

Hainburg-Schützer: „Raubbau an Natur wird fortgesetzt“

„Der Raubbau an der Natur wird fortgesetzt!“ Mit derart drastischen Worten warnen Hainburg-Veteranen nun eindringlich vor dem neuesten Vorstoß der Via Donau. Ihre begründete Sorge: Schon am kommenden Dienstag wollen sich die Wasserbauer im ökologisch sensiblen Nahbereich des Nationalparks neue Baggerungen absegnen lassen – und zwar auf zehn Jahre.

„In den Jahren 1998 bis 2008 wurden insgesamt 124.769 Kubikmeter Kies im Bereich der Furt Regelsbrunn gebaggert. Um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren, wird daher ersucht, eine Detailbewilligung für dieses Projekt auf eine Dauer von zehn Jahren zu erwirken.“ So steht es wörtlich im technischen Bericht der Via Donau, der jetzt der „Krone“ zugespielt wurde.

„Wir brauchen eine Nachdenkpause“
Den Au-Schützer Wolfgang Rehm treibt das zur Verzweiflung: „Die wollen eine Blanko-Bewilligung für eine Dekade.“ Was ihn und seine Mitstreiter ärgert: „Alles orientiert sich an den Bedürfnissen der Schifffahrt statt an den sensiblen Gegebenheiten der Natur.“

Umweltdachverbands-Präsident Gerhard Heilingbrunner appelliert an Verkehrsministerin Bures: „Wir brauchen eine Nachdenkpause. Das Ganze muss unter dem Gesichtspunkt der Ökologie und nicht unter jenem der Technologie gesehen werden.“

von Mark Perry, Kronen Zeitung
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