Sa, 18. November 2017

Vertrag verlängert

14.11.2009 17:10

Katrin Nobis (25) bleibt erste Flötistin in der Militärkapelle

"Es war eine Zitterpartie, aber jetzt ist alles fix", freut sich Katrin Nobis aus Lamprechtshausen. 2008 rückte die 25-Jährige als einzige Frau bei der Militärmusik in der Rainerkaserne in Elsbethen ein. Doch ihre Vertragsverlängerung stand auf der Kippe. Jetzt darf Frau Korporal weiterhin die erste Flöte im Ensemble spielen.

"Das freut uns alle natürlich sehr", hat Kapellmeister Oberstleutnant Ernst Herzog ein Lächeln auf den Lippen. "Nämlich sowohl aus militärischer als auch aus musikalischer Sicht! Sie ist eine vorbildliche Soldatin und bei den Holzblasinstrumenten, wie eben dem Flötenregister, gab und gibt es nur sehr wenige Männer."

Durch die Sparmaßnahmen beim Bundesheer war die Planstelle von Nobis gefährdet. Jetzt endlich hat die einzige Frau im Ensemble der Militärmusik einen neuen Vertrag bekommen. "Jetzt kann ich befreit aufspielen, das ist schon sehr beruhigend", sagt Nobis.

Mit acht Jahren zu spielen begonnen
Im zarten Alter von acht Jahren hat die Flachgauerin zum Flötenspielen angefangen. Mit zwölf kam sie zur Trachtenmusikkapelle Lamprechtshausen. "Die Musik hat mich mein Leben lang begleitet", so die HAK-Absolventin. Immerhin trägt sie das Goldene Leistungsabzeichen des Salzburger Landesblasmusikverbandes.

Durch Kapellmeister zum Militär
Zum Militär brachte sie schließlich ihr Kapellmeister David Oberascher, der Wachtmeister ist selbst Saxophonist in der Heeresmusik. Und dort ist sie überhaupt erst die zweite Musikerin in der Geschichte der Militärkapelle seit Waltraud Golser.

"Als einzige Frau ist es natürlich etwas Besonderes in der Männerdomäne“, gibt Nobis zu. „Aber ich fühle mich wirklich sehr wohl unter meinen Kameraden!"

von Max Grill, Kronen Zeitung

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