Mo, 18. Dezember 2017

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10.11.2009 17:18

Genossenschaft will Ybbstalbahn weiterbetreiben

Neue Hoffnung schöpfen derzeit Eisenbahnfreunde im Ybbstal. Eine Genossenschaft will die Garnituren weiterführen und zusätzliche Pendler sowie Ausflügler anlocken. Dem steht Verkehrslandesrat Johann Heuras entgegen: Er will ja bekanntlich die Strecke stilllegen und Busse einsetzen - Streit scheint daher vorprogrammiert zu sein.

Zweimal hat Landesrat Heuras bereits wortreich die Schließung der Ybbstalbahn verkündet. Sogar die Stopptafeln entlang der Linie wollte er öffentlichkeitswirksam "wegräumen" lassen. Das war wohl etwas vorschnell: Denn ein neugegründetes Bürgerforum präsentiert am Donnerstag um 19 Uhr im Vereinsheim Hollenstein sein Konzept für die Weiterführung der beliebten Strecke.

Pläne für Taktverkehr
Mit einer Mischung aus Pendlerzügen, Tourismusangeboten sowie Bussen wollen die Aktivisten um Siegfried Nykodem und Manfred Vohla neue Fahrgäste anlocken und potenziellen Touristen die Region schmackhaft machen: "Im Zwei-Stunden-Takt soll es von Waidhofen nach Lunz gehen, alle 60 Minuten von Waidhofen nach Ybbsitz und Großhollenstein."

Neue Panoramawagen könnten das Reisen so angenehm wie möglich machen. Auch die Kosten sind durchgerechnet. "Das Abtragen der Gleise und der Bau eines Radweges sind teurer als die Reparaturen", heißt es. SP-Landesvize Sepp Leitner: "Das Projekt würde zudem 70 neue Jobs in die Region bringen."

Grüne unterstützen Pläne
Unterstützt werden diese Pläne auch von Grünen, wie etwa Madeleine Petrovic: "Jetzt müssen wir verhindern, dass auf der Strecke die Schienen abgerissen werden. Damit wäre das endgültige Aus wie bei der Thayatalbahn besiegelt." Die Klubobfrau will die Zukunft der Linie im Ybbstal mit Verkehrs- und Tourismusexperten planen.

von Christoph Weisgram und Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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