Mi, 23. Mai 2018

Trump schickte Armee

25.04.2018 11:10

Mexiko: Nur 100 Migranten reisten bis zu US-Grenze

Viel Lärm um (fast) nichts: Tausende Soldaten hatte US-Präsident Donald Trump an die Grenze beordert, um die USA vor einem drohenden „Ansturm von Migranten“ zu bewahren. Von dem Konvoi aus ursprünglich mehreren Tausend Menschen, die sich Ende März aus zentralamerikanischen Ländern auf den Weg gemacht hatten, sind jetzt allerdings nur rund hundert an der Grenze Mexikos zu den USA angekommen. Die seit 2010 jährlich stattfindende Aktion war nach der scharfen Reaktion Trumps offiziell abgesagt worden.

Mit zwei Bussen erreichte der Konvoi von rund hundert Migranten am Dienstag die Grenzstadt Mexicali auf der gegenüberliegenden Seite der kalifornischen Stadt Calexico, wie mitreisende Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Der Konvoi aus Migranten wird seit 2010 jedes Jahr um Ostern herum organisiert. Den Organisatoren zufolge soll vor allem das Bewusstsein für die Probleme von Migranten geschärft werden. Die Überquerung der Grenze ist nicht das vorrangige Ziel. Dieses Jahr löste die Aktion allerdings scharfe Reaktionen von US-Präsident Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter aus, der Tausende Soldaten der Nationalgarde an die Grenze beorderte, um illegale Einwanderer zu stoppen.

Aktion weitete sich zu diplomatischem Konflikt aus
Als sich die Aktion daraufhin zu einem diplomatischen Konflikt zwischen Mexiko und den USA ausweitete, wurde sie von der Organisation People without borders (Menschen ohne Grenzen) gestoppt. Rund 600 Migranten setzten ihre Reise jedoch mehr oder weniger geschlossen mit Bussen oder Zügen fort.

Den ersten beiden Bussen würden drei weitere folgen, sagte Irineo Mujica von Menschen ohne Grenzen. Die Hälfte der verbliebenen rund 600 Teilnehmer wolle in Mexiko bleiben. „Wir werden ihnen helfen, hier einen Flüchtlingsstatus zu beantragen“, sagte er der AFP am Telefon. Rund 200 Migranten wollten in den USA Asyl beantragen. Sie seien auf der Flucht vor Gewalt oder politischer Verfolgung in ihren Heimatländern. Einer kleinen Gruppe sei bereits von den USA Asyl gewährt worden. Andere könnten versuchen, illegal in die Vereinigten Staaten zu gelangen.

Seit dem Amtsantritt von Trump haben sich die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko verschärft. Die illegale Einwanderung, die Trump für Kriminalität und Gewalt in den USA verantwortlich macht, ist ein zentrales Thema seiner Präsidentschaft.

 krone.at
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