So, 22. April 2018

Razzia mit Erfolg

12.04.2018 10:05

Illegale Bordelle aufgeflogen: 76 Anzeigen!

Als Freier haben sich während der vergangenen Tage Polizisten im Rahmen einer Schwerpunktation gegen illegale Prostitution in Wien ausgegeben. Die Beamten überprüften insgesamt 25 Privatwohnungen - und landeten in jeder einzelnen davon einen Treffer: Es kam zu 76 Anzeigen!

Zuletzt beklagten sich vermehrt Kunden von Sexarbeiterinnen, dass sie sich mit ansteckenden Krankheiten infiziert hätten. Außerdem gab es auch mehrere Hinweise auf illegale Prostitution von Betreibern legaler Etablissements. Von 9. bis 11. April führte die Landespolizeidirektion Wien daher eine dreitägige Schwerpunktaktion durch, 30 Beamte waren dabei im Einsatz. „Wir haben uns auf den Westen von Wien konzentriert. Es wurden Wohnungen in den Bezirken Meidling, Rudolfsheim-Fünfhaus und Ottaktring überprüft“, so Wolfgang Langer, Leiter des Referats für Prostitutionsangelegenheiten, gegenüber krone.at.

18 illegale Bordelle sofort geschlossen
Mit großem Erfolg: In jeder einzelnen Wohnung konnten Fälle illegaler Prostitution aufgedeckt werden: Es kam zu 76 Anzeigen wegen dieses Deliktes. Strafverfügungen in Höhe von insgesamt 23.000 Euro wurden ausgestellt, außerdem gab es mehrere Anzeigen wegen Drogenmissbrauchs. 18 der illegalen Bordelle wurden an Ort und Stelle geschlossen.

Bei den Angezeigten handelt es sich um Männer und Frauen im Alter zwischen 22 und 60 Jahren. Die angezeigten Sexarbeiterinnen stammen aus Österreich, Rumänien, Bulgarien, der Slowakei und Tschechien. Zwei Chinesinnen, eine Polin und eine Vietnamesin waren illegal in Österreich, sie wurden der Fremdenpolizei übergeben. Die Chinesinnen hatten keine Ausweise bei sich, hier ermittelt das Landeskriminalamt wegen des Verdachts auf Menschenhandel.

„Manche Vermieter fallen aus allen Wolken“
Die Wohnungen wurden teilweise über Internetplattformen vermietet, sagte Langer. In manchen Fällen sei den Vermietern der Zweck bekannt, diese verlangen dann auch mehr Geld. „Manche Vermieter wissen nichts von der illegalen Prostitution und fallen aus dann aus allen Wolken“, berichtete der Kriminalist.

Kunden drohen bis zu 500 Euro Strafe
„Wir werden solche Aktionen wiederholen, es ist noch sehr viel zu tun“, sagte Langer. Illegale Prostitution in Wohnungen berge immer „ein hohes Gefährdungspotenzial für die Frauen, weil sie allein in den Wohnungen sind“. „Auch ihre Kunden müssen wissen, dass Prostitution in solchen Wohnungen verboten ist, ihnen drohen Strafen von bis zu 500 Euro“, sagte Langer.

 krone.at
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