So, 22. April 2018

Berlin warnt:

08.04.2018 15:48

Hunderte Gefährder haben Asyl beantragt

Potenzielle Terroristen und islamistische Gefährder, die sich als Flüchtlinge getarnt nach Europa begeben: Diese Warnungen gibt es seit der letzten Flüchtlingskrise in den Jahren 2015 und 2016 laufend. Tatsächlich wurden diese Schreckensszenarien bereits mehrere Male real. So kamen auch die Attentäter von Paris laut Behörden mit gefälschten Pässen über die Flüchtlingsrouten nach Frankreich. Nun geht aus einer Anfragebeantwortung durch die deutsche Bundesregierung hervor, dass fast ein Viertel der gefährlichsten Extremisten in unserem Nachbarland einen Asylantrag stellte.

Demnach werden derzeit rund 1560 Männer und Frauen als „Gefährder“ oder „relevante Personen“ in der Extremistenszene eingestuft. Von ihnen hätten 362 einen Antrag auf Asyl gestellt. Die hohe Zahl sei auch „auf die Migrationsbewegungen im Kontext des Kriegsgeschehens in Syrien und im Irak zurückzuführen“, schreibt die Regierung in ihrer Antwort mit Blick auf Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat.

FDP fordert konsequentere Abschiebungen
FDP-Fraktionsvorsitzender Stephan Thomae fordert in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ konsequentere Abschiebungen: „Es darf nicht sein, dass die Zahl der Gefährder in Deutschland weiter zunimmt, während die Zahl der Abschiebungen minimal bleibt.“

Zahl der Asylanträge in Deutschland und Österreich rückläufig
Laut einer aktuellen Statistik, aus der die „Bild am Sonntag“ zitiert, wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres knapp 4000 illegal eingereiste Migranten an der deutsch-österreichischen Grenze in Bayern registriert. Im Schnitt kamen dem Bericht zufolge 1300 Personen monatlich in Deutschland an. Im ersten Quartal des Vorjahrs waren es noch monatlich rund 1500 Illegale. In ganz Deutschland sank die Zahl der Asylbewerber 2017 auf knapp 187.000 - nach etwa 280.000 im Jahr 2016 und 890.000 im Jahr 2015. In Österreich suchten 2017 21.767 Menschen um Asyl an, die Zahl der Anträge ging im Vergleich zum Jahr davor um 41,5 Prozent zurück.

 krone.at
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