Mi, 25. April 2018

Größter Cyber-Angriff

06.03.2018 17:01

Kärntner entschärften Daten-Bombe

Das größte Daten-Bombardement, das es in Österreich je gegeben hat, prasselte Donnerstag auf Wiener Server des Kärntner IT-Unternehmens Anexia mit Firmenzentrale in Klagenfurt ein. Die enormen Datenmengen sollten die Server in die Knie zwingen und so Kunden-Webseiten außer Betrieb setzten. Der Angriff wurde abgewehrt…

Nur wenige Stunden, bevor die Wiener Server aus den weiten des Internets heraus angegriffen wurden, gab es den bis dato weltgrößten Cyber-Angriff auf den Online-Dienst Github, der Software-Entwicklungsprojekte für Spotify, Bloomberg oder Airbnb, Paypal oder auch SAP auf seinen Servern anbietet.

100 Gigabyte pro Sekunde wirkten auf Server ein
Vorgehensweise war bei beiden Attacken dieselbe: „Ziel der Täter war es, mit enormen Datenmengen die Server unserer Kunden niederzubringen. Mit Datenmengen von umgerechnet fast 100 Gigabyte die Sekunde wurden die Server angegriffen“, so Anexia Geschäftsführer Alexander Windbichler: „Bei dem Weltrekordangriff auf Github war es die doppelte Menge.“ Die Attacke auf die Anexia-Server dauerte dreizehn Minuten und konnte dank einer von den Cyber-Abwehr-Spezialisten und der vor drei Monaten fertiggestellten Infrastruktur „Backbone Europe“ erfolgreich abgewehrt werden.

Sicherheitssystem agiert wie Türsteher
„Das von uns entwickelte System ist vollautomatisch, künstlich intelligent, selbstlernend und agiert wie ein Türsteher. Es trennt die guten von den schlechten Datenpaketen“, erklärt Windbichler. Auch Freitag und Samstag wurden Attacken geritten, aber nicht in dem Ausmaß wie zwei Tage zuvor. Den Tätern auf die Schliche zu kommen, ist laut Windbichler chancenlos, da die Angriffe aus der ganzen Welt und über infiltrierte Server gestartet werden.

Windbichler: „Meistens werden solche Attacken von der Konkurrenz in Auftrag gegeben. Traurigerweise kann man solche Angriffe im Darknet schon für 50 Euro bestellen.“

Christian Spitzer
Christian Spitzer

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