Di, 24. April 2018

Anschläge geplant

05.03.2018 06:00

Terrorverdächtiger (76) seit 14 Monaten in U-Haft

Organisation eines Terrornetzwerks, Planung von Gewalttaten gegen rot-weiß-rote Politiker - die Vorwürfe gegen einen in der Schweiz wohnhaften und verhafteten Österreicher wiegen schwer. Nun wartet der 76-Jährige in einer Zelle in Wien-Josefstadt auf seinen Prozess - seit bereits 14 Monaten. Erst allmählich werden die Hintergründe der kriminellen und staatsfeindlichen Tätigkeiten bekannt.

Er gilt als einer der Köpfe der rechtsextremen Gruppe „Europäische Aktion“, habe koordiniert, rekrutiert und Stützpunkte für die Organisation geschaffen. Und stand demzufolge schon seit Langem auf der Liste mehrerer europäischer Geheimdienste. Auch rot-weiß-rote Terrorfahnder hatten den heute 76-Jährigen im Visier.

Konkrete Anschlagspläne auf Politiker
Bis die Behörden Ende November 2016 aufgrund abgehörter Telefonate und abgefangener E-Mails handelten. Demnach seien Anschlagspläne auf österreichische Politiker immer konkreter geworden. Und so klickten auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Wien für Hans B. schließlich im Dezember 2016 in seiner Wahlheimat Basel in der Schweiz die Handschellen. Seitdem sitzt der Pensionist (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) in U-Haft. Schon bald will die Justiz über ein Datum für den bevorstehenden Prozess entscheiden.

Laut Schweizer Medien habe Hans B. am Aufbau einer „europäischen Befreiungs-Armee“ und paramilitärischer Trainingslager für Neonazis in Osteuropa gearbeitet.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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