Do, 26. April 2018

Stau-Chaos in Tirol

11.02.2018 09:00

Urlauber verzweifelt: „Es geht gar nichts weiter“

Stau, Stau und nochmals Stau! Auf den Straßen ging es am Samstag – wenig überraschend – sehr schleppend voran. Zahlreiche Urlauber wollen sich in den Semesterferien auf Tirols Skipisten austoben. Doch zuerst mussten sie sich in Geduld üben – und zwar vor allem auf der A12, der Zillertalstraße, der Fernpassstraße und der A13.

Für die heimischen Wintersportler war es gestern, abgesehen vom etwas trüben Wetter, ein angenehmer Skitag. Die Pisten waren alles andere als überfüllt, denn die Urlaubsgäste verbrachten fast den ganzen Tag eingepfercht in ihren Fahrzeugen auf den Straßen. Unter ihnen waren nicht nur Deutsche, Holländer und Belgier, sondern auch etliche Dänen. „Ihre Semesterferien fallen in diesem Jahr in die Faschingswoche. Daher ist auch deutlich mehr los“, erklärte ein Skischulleiter.

Security sperrte die Schleichwege ab
Einer der Verkehrshotspots war die Zillertalstraße (B169). Der kilometerlange Stau reichte bis auf die A12 zurück. „Wir haben um 14 Uhr einen Privatkurs und sind extra früher von zuhause losgefahren, damit wir es schaffen. Doch nun stehen wir seit mehr als zwei Stunden im Stau, es geht überhaupt nichts weiter“, schilderte eine deutsche Urlauberin kurz nach Mittag. Die Not macht bekanntlich erfinderisch, die Familie wollte der Kolonne über einen Schleichweg ausweichen. Doch Fehlanzeige! Security-Mann Hans machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. „Stop! Dieser Weg ist gesperrt, da kann ich keine Ausnahme machen“, klärte er auf. Die Urlauberin rief enttäuscht bei der Skischule an und stornierte den Privatkurs.

B179: Blockabfertigung
Auch auf der Fernpassstraße (B179) zwischen Füssen und Nassereith standen die Urlauber mehr als zwei Stunden im Stau. „Am Vormittag musste vor dem Lermooser Tunnel eine Blockabfertigung eingerichtet werden“, informierte Markus Widmann, Leiter der Landesverkehrsabteilung. Verzögerungen gab es außerdem auf der A13 vor der Mautstelle sowie auf der Seefelder Straße (B177) im Bereich Scharnitz. Dort war die Blechlawine nicht weniger als acht Kilometer lang. Und auch auf der Eiberg Straße, der Loferer Straße und der Arlberg Schnellstraße ging’s schleppend voran.

Rückstau auf der A12
Die ersten Urlauber traten gestern schon wieder ihre Heimreise an. Die Folge: Ein acht Kilometer langer Rückstau wegen der Grenzkontrollen auf der A12, der sich über den Tag langsam reduziert hat. 

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner

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