So, 25. Februar 2018

Thema im Landtag

03.02.2018 11:59

Debatte um steirische Olympia-Pläne wird hitziger

Hat die Steiermark eine reelle Chance auf Winterspiele oder ist alles nur vergebene Liebesmüh’? – Um die Bewerbung für Olympia 2026 ist in der Steiermark eine hitzige Debatte entbrannt. Die KPÖ stellt am Dienstag im Landtag eine „Dringliche Anfrage“, die Wirtschaftskammer ist empört.

Seit die „Steirerkrone“ am 13. Jänner über die Olympia-Pläne von Schladming und Graz berichtete, kennt die Landespolitik kaum ein anderes Thema mehr. Mit entsprechender Spannung wird daher auch die Debatte bei der nächsten Landtagssitzung erwartet: KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler fragt SP-Finanzreferent Anton Lang (er steht dem Ansinnen auch kritisch gegenüber), ob sich die Steiermark all das überhaupt leisten könne.

Nur die Bewerbung verschlinge Unsummen, so die Kommunisten, bis zu 15 Milliarden Euro kosteten dann die Spiele. „Es würde letztlich zu einer Verteuerung der Wohnkosten kommen“, malt Klimt-Weithaler den Teufel an die Wand.

Das bringt wiederum die steirische Wirtschaftskammer auf die Palme, die eine „seriöse Debatte statt Stimmungsmache“ einmahnt. Chancen und Risiken gehörten abgewogen, betont Präsident Josef Herk, „aber alles abzulehnen, ohne dass ein detailliertes Konzept vorliegt, ist der falsche Weg“. Was ihn am meisten stört, ist das Schüren von Ängsten „aus parteipolitischem Kalkül“: „Das haben sich Graz und die Steiermark nicht verdient!“

Übrigens: Positive Signale kommen aktuell von Unternehmern der potenziellen Austragungsorte. Sabine Wendlinger-Slanina und Harald Haidler, Obleute der Kammer-Regionalstellen Graz und Ennstal/Salzkammergut, orten „viele positive Impulse für die Wirtschaft“.

Gerald Schwaiger
Gerald Schwaiger
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