Mi, 25. April 2018

Millionenpleite

31.01.2018 15:29

Büromöbelhersteller Svoboda ist insolvent

Der Büromöbelhersteller Svoboda ist insolvent. 105 Mitarbeiter wurden bereits vorsorglich beim Arbeitsmarktservice zur Kündigung angemeldet. Das Unternehmen mit Sitz in St. Pölten strebt eine Sanierung mit Eigenverwaltung an. Die Überschuldung beträgt sechs Millionen Euro. Am Mittwoch stellte die Svoboda Büromöbel GmbH beim Landesgericht St. Pölten einen Antrag auf Einleitung eines Sanierungsverfahrens, teilte Eigentümer und Geschäftsführer Christoph Königslehner mit.

Verbindlichkeiten in der Höhe von knapp 8,14 Millionen Euro stehen Aktiva in der Höhe von rund 2,1 Millionen Euro gegenüber. Königslehner begründete den Schritt in einer Aussendung mit dem "schwierigen Marktumfeld und insbesondere Altlasten aus der Vergangenheit". Svoboda wurde 2016 von der faw-Gruppe um die Sanierer Siegmund Gruber und Königslehner übernommen. Seit 2017 ist Königslehner Alleingesellschafter von Svoboda.

Sanierung gescheitert
Gruber und Königslehner hatten davor den oberösterreichischen Büromöbelfabrikanten Hali saniert. Bei Svoboda gelang ihnen das nicht. Auch die Investorensuche blieb vorerst erfolglos, wie es in der Mitteilung heißt. Königslehner setzt seine Hoffnung nun auf das Sanierungsverfahren. "Ich bin überzeugt, dass es gelingt, Svoboda wieder auf Erfolgskurs zu bringen und auch Investorengespräche erfolgreich abzuschließen", wird er zitiert.

Unternehmen 1911 gegründet
Das St. Pöltner Unternehmen wurde 1911 von Rudolf Svoboda als Handwerksbetrieb gegründet. Bis dato hat sich das Unternehmen zu einem der vier größten österreichischen Büromöbelhersteller entwickelt. Zuletzt, im Geschäftsjahr 2015/16, setzte Svoboda etwas über 22 Millionen Euro um, die beiden Jahre davor waren es jeweils mehr als 25 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich laut Firmenbuch 2015/16 auf 1,28 Millionen Euro.

105 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
Jetzt wartet das Unternehmen auf die Entscheidung des Gerichts. Die 105 Mitarbeiter sind noch angestellt, sie wurden lediglich vorsorglich beim AMS angemeldet, wie es am Mittwoch hieß.

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