Do, 22. Februar 2018

Aufregung bei RK

01.02.2018 06:07

5 Fragen zum Sanitäter-„Skandal“

Beim Roten Kreuz ist die Aufregung groß: Der „Skandal“ um eine 93-jährige Linzerin, die nach einem Sturz nicht ins Spital eingeliefert wurde, beschäftigt vor allem viele junge Mitarbeiter, die ehrenamtlich und in ihrer Freizeit als Sanitäter arbeiten. Wir stellten fünf Fragen zu diesem heißen Thema.

 Warum haben die beiden Sanitäter die 93-Jährige nicht ins Krankenhaus gebracht?

„Beide haben zu den Angehörigen gesagt, dass sie die 93-Jährige jederzeit in ein Spital bringen könnten. Im Gespräch ergab sich dann, dass die Angehörigen der Mutter diese Strapaze ersparen wollten. Auch, weil die Sanis gemeint haben, dass zu diesem Zeitpunkt keine akute Gefahr bestand“, erklärt Bezirksrettungskommandant Paul Reinthaler. Wichtig: Die Angehörigen mussten deswegen einen Revers unterschreiben.

 Warum wurde erst zwölf Stunden nach dem ersten Einsatz ein Notarzt beigezogen?

Die Rettung war zuerst per Seniorenrufhilfe alarmiert worden, es ging um Schmerzen in der Hand nach einem Sturz. Wenn die Sanitäter vor Ort feststellen, dass akute Gefahr besteht, wird sofort ein Notarzt hinzugezogen. Das war zwölf Stunden später der Fall.

Der Notarzt zeigte die Sanis an, die freigestellt wurden. Bekommen sie einen Anwalt?

Die beiden fühlen sich sehr belastet, bekommen Rechtsberatung und bei Bedarf einen Anwalt.

Wie viele ehrenamtliche Sanitäter arbeiten beim RK OÖ?

Im vergangenen Jahr waren 7138 freiwillige Sanitäter im Rettungsdienst aktiv. Pro Jahr gibt es 530.000 Transporte und Einsätze.

Wie müssen Rettungssanitäter ausgebildet sein?

Die Helfer müssen vor der Prüfung 130 Stunden Theorie und 160 Stunden Praxis absolviert haben.

Christoph Gantner/Kronen Zeitung

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