Beim King of the Lake, Europas größtem Zeitfahren rund um den Attersee, sind am Samstag mit Felix Loch und Benjamin Karl auch zwei Wintersport-Legenden am Start. Letzterer gestand der „Krone“, dass er trotz seines Alters sogar noch Rad-Profi werden will.
Auf der einen Seite ein rot-weiß-roter „Snowboard-König“, der Olympia-Sieger und fünffacher Weltmeister ist. Auf der anderen Seite ein deutscher „Rodel-Gott“, der bereits drei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen und 14 bei Weltmeisterschaften ergattert hatte. Was neben den unglaublichen Erfolgen die beiden Wintersport-Legenden Benjamin Karl und Felix Loch noch verbindet?
Beide sind leidenschaftliche Radler und gehen am Samstag (13) beim King oft the Lake, Europas größtem Zeitfahren rund um den Attersee, an den Start. „Als 10-jähriger Bub musste ich mich zwischen Ski, Snowboard und Radfahren entscheiden. Da Snowboard viel cooler ist, war das eine schon mal klar und beim Radfahren habe ich die Chancen auf eine Profikarriere nicht so gesehen – aber die Leidenschaft ist immer geblieben“, so Karl, der beim „KOTL“ in einem 10er Team an den Start geht.
Letzte Saison am Snowboard?
„Ich bin technisch ein sehr guter Radfahrer, kann Windschattenfahren. Solange es flach ist, kann ich auch sicher sehr gut mithalten“, sagt der 39-Jährige, der wohl nach der anstehenden Olympia-Saison seine Karriere beenden wird. Aber auch für danach hat er große Ziele, soll sich sein anderer Kindheitstraum doch noch erfüllen. „Ich bin sehr ehrgeizig, brauche hohe Ziele. Ohne Vitamin B wäre es zwar fast unmöglich, aber ich habe mit Red Bull einen super Partner. Und wenn ich mich leistungsmäßig so raufschrauben kann, dass es Sinn macht, könnte es auch in das World-Tour-Team schaffen und bei Monumenten wie Paris – Roubaix in der Startaufstellung stehen“, hofft Karl auf ein Engagement als Rad-Profi.
Kein volles Risiko von Loch
Dass so etwas nicht ganz unmöglich ist, zeigte heuer MotoGP-Pilot Aleix Espargaro, der es mit knapp 36 Jahren ins Team von Lidl-Trek bei der Tour of Austria geschafft hatte. Nicht ganz so ehrgeizig präsentiert sich vorm Zeitfahren über 47,2 Kilometer hingegen „Kufenartist“ Loch, der im Einzel-Bewerb an den Start geht.
„Mir macht das Rennradfahren extrem Spaß, ich bin auch schon mal beim Race Around Niederösterreich mitgefahren. Ich werde auch Gas geben, aber ganz die letzte Rille werde ich nicht investieren. Wir stehen vor einer Olympia-Saison und da will ich nicht alles riskieren“, so der 36-Jährige, der sich umgekehrt zu Karl auch keine zweite Profi-Karriere vorstellen kann. „Es soll eine Leidenschaft und ein Hobby bleiben“, lacht Loch.
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