Sa, 18. November 2017

Chart-Stürmerin

16.09.2009 17:59

Marit Larsen: Von „unterm Flügel“ an die Spitze

Man muss nicht laut sein, um es an die Chartsspitze zu schaffen. Das beweist die Norwegerin Marit Larsen, die elfengleich mit dem süßen Song "If A Song Could Get Me You" die Führungsposition enterte.

So, wie sie Österreich mit einem Schlag verzauberte, eroberte sie schon längst die Herzen ihrer Landsleute. Die 26-Jährige ist bereits ein alter Hase im Show-Biz. "Ich wurde in eine Musikerfamilie hineingeboren. Schon als kleines Kind saß ich unterm Flügel, wenn meine Mutter Klavierstunden gab. Später trat ich in Musicals auf. Mit 13 nahm ich eine CD mit Kinderliedern auf", erzählt sie im krone.at-Interview aus ihrer überraschend langen Karriere.

"Mit 16 habe ich in einem Teenie-Pop-Duo namens 'm2m' gesungen. Die nächsten vier Jahre war ich in der ganzen Welt unterwegs. Das war mit Abstand die beste Popmusik-Schule, die man sich vorstellen kann. Die Fehler die ich damals machen konnte, muss ich jetzt nicht mehr machen", lacht Marit Larsen. Mit 20, nach dem Ende der Girlie-Band, gönnte sich die Multiinstrumentalistin dann aber eine Pause: "Ich hatte meine Midlife-Crisis, mit 20! Im Ernst: Ich wollte eine abgeschlossene Ausbildung, bevor ich eine Solo-Karriere angehe."

"Popmusik ohne Regeln"
Die Solo-Karriere umfasst eigentlich schon zwei Alben. Für ihren Sturm auf die Charts in Österreich, Deutschland und der Schweiz wurden die besten Songs der beiden Longplayer "Unter The Surace" und "The Chase" zur Compilation "If A Song Could Get Me You" zusammengefasst, die in Österreich prompt auf Platz 7 einstieg. Zu ihrem kunterbunten Pop-Sound sagt Marit: "Ich nenne es 'popmusic without rules'. Bei mir ist alles erlaubt - und alles möglich. Wenn ich ein 20-köpfiges Orchester haben möchte, dann klappt das. Wenn ich finde, dass auf diesem Song ein Banjo spielen soll, dann wird eines spielen. Ich kann ja selbst viele Instrumente spielen..."

Marit Larsens Songs bieten alles, was Pop ausmachen sollte: Nette Alltagsgeschichten, "Love & Passion" und kecke Partymusik, die man auch tanzen könnte. In Sachen Inhalt bedient sich die Norwegerin mit perfektem amerikanischen Englisch-Akzent nicht nur bei sich selbst: "Natürlich habe ich nicht alles erlebt, worüber ich Songs schreibe. Ich gebe das ehrlich zu. Manchmal klaue ich die Geschichten bei Freunden. Vor allem die Lovesongs, mir selbst passieren da leider - oder zum Glück? - nicht so spannende Dinge." Dafür klingen sie dann von Marit Larsen vertont umso spannender.

8,5 von 10 elfengleichen Chartstürmerinnen

von Franziska Trost und Christoph Andert

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