Do, 26. April 2018

Empörung in Paraguay

11.01.2018 14:09

Geschäft muss wegen transsexueller Puppe schließen

Eine als transsexuell interpretierte Puppe hat einen Spielzeughändler in Paraguay in arge Schwierigkeiten gebracht. Die beanstandeten Puppen wurden beschlagnahmt und das Spielzeuggeschäft Lion in Ciudad del Este geschlossen. Der Anwalt Carlos Benitez sagte im Namen des Geschäfts, niemand sei gezwungen worden, die rosa gekleideten und mit einem kleinen Penis ausgestatteten Puppen zu kaufen.

"Die Kunden haben die Freiheit auszuwählen und zu kaufen", hieß es am Mittwoch weiter. Das Spielwarengeschäft sei überdies "kein Erziehungszentrum", sagte Benitez, der von zahlreichen Medienvertretern belagert wurde. Zur Herkunft der Puppen sagte er, sie seien in Kisten aus China gekommen. Wie viele geliefert worden seien, wisse er nicht.

Beschwerden empörter Bürger
Die Bürgermeisterin von Ciudad del Este, Sandra Zacarias, hatte Anstoß an der Puppe genommen und ihren Verkauf unterbunden. "Solange ich Bürgermeisterin bin, werden solche Artikel nicht verkauft", sagte sie. Ihre Stadt sei "pro Familie". Der Anwalt der Stadtverwaltung, Cristian Cabral, sagte, die Beschlagnahme der Puppen und die Schließung des Geschäfts seien nach Beschwerden "empörter Bürger" veranlasst worden.

So habe jemand berichtet, dass er die Puppe als Weihnachtsgeschenk für seine Tochter gekauft habe. Wegen der rosafarbenen Kleider und der Schleife um den Kopf der Puppe habe er angenommen, dass die Puppe ein Mädchen darstellen solle. Zuhause habe er dann aber festgestellt, dass die Puppe einen kleinen Penis habe. Cabral führte aus, die Stadtverwaltung habe eingegriffen, um "die Werte der Familie zu schützen und die Rechte der Kinder, die negativ beeinflusst werden könnten".

 krone.at
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