Sa, 20. Jänner 2018

Drama geht um die Welt

11.01.2018 08:18

„Werde meine Tochter und meinen Vater begraben“

Die US-Amerikanerin Ally Parker hat ein Foto auf Facebook gepostet, das um die Welt geht: Auf dem Bild liegen ihre an einem aggressiven Hirntumor erkrankte fünfjährige Tochter Braylynn und deren ebenso todkranker Großvater Sean Parker, er leidet an ALS. "In ein paar Tagen werde ich meine Tochter begraben, dann werde ich meinen Vater begraben müssen", schildert Ally ihre verzweifelte Lage. Über eine Spendenseite wird nun Geld für eine Therapie gesammelt, die die kleine Braylynn vielleicht doch noch retten könnte.

Als Braylynn Anfang Dezember 2017 ihre Krebsdiagnose bekam, gaben ihr die Ärzte noch etwa ein Jahr. Man könne der Fünfjährigen nicht mehr helfen, der aggressive Hirntumor sei nicht operierbar und auch eine Chemotherapie könne das Leben des kleinen Mädchens nicht mehr retten, hieß es damals.

Hoffnung durch teure Therapie in Mexiko
Doch dann keimte doch noch Hoffnung auf: In Mexiko gibt es eine Therapie, die Braylynn vielleicht retten könnte. Doch diese kostet 18.000 Dollar (rund 15.000 Euro) pro Einheit und ist alle drei bis vier Wochen notwendig. Um dies finanzieren zu können, wurde eine Spendenseite eingerichtet. Auch über PayPal wird Geld gesammelt. Von den angestrebten 300.000 Dollar (rund 250.000 Euro), die für die mögliche Rettung des kleinen Mädchens notwendig sein werden, ist man allerdings noch weit entfernt: Bisher wurden rund 22.000 Dollar (rund 18.000 Euro) gespendet.

Braylynns Familie steht aber nicht nur aufgrund des Geldes vor Problemen: Familie Parker wohnt in Florida - und die Therapie wird nur in Mexiko durchgeführt. Und: Zur Vorbereitung auf die Therapie musste das ohnehin schon geschwächte Mädchen gar eine Reise ins englische Birmingham auf sich nehmen.

Das schockierende Foto, auf dem Braylynn mit ihrem weinenden Großvater zu sehen ist und das die Welt auf den Fall aufmerksam machte, entstand am 7. Jänner. Kurz zuvor war der Familie gesagt worden, dass das Mächen die nächste Stunde möglicherweise nicht überstehen würde. Doch die Ärzte irrten sich und die tapfere Braylynn hielt durch. Bisher klammert sich die Fünfjährige an ihr Leben und gibt nicht auf. Zwischen den verzweifelten Beiträgen der Mutter gibt es auch immer wieder gute Nachrichten über neue Therapieeinheiten.

Thomas Zeitelberger
Thomas Zeitelberger
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