So, 22. Oktober 2017

Kampf gegen rechts

05.09.2009 10:02

OÖ und Bayern gemeinsam gegen Extremisten

Bayern und Oberösterreich nehmen vermehrt politische Rechts- und Links-Extremisten und Hooligans ins Visier. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in diesem Bereich soll verstärkt werden. Das haben der bayerische Staatsminister des Inneren Joachim Herrmann und der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer vereinbart.

Herrmann stellte fest, dass sie zunehmende Gewaltbereitschaft ein wachsendes Problem sei, das zu einer erheblichen Steigerung der Einsatzstunden der Polizei geführt hat - nicht nur bei Spielen in der obersten Klasse, sondern bis in die dritte Liga. Der ebenfalls anwesende Polizeipräsident von Niederbayern Josef Rückl ergänzte, dass die Einsätze nicht nur bei den Stadien, sondern schon entlang der Reisewege notwendig sind. Erforderlich seien zudem szenekundige Beamte.

"Wir wollen das nicht"
Pühringer stellte auch als Sportreferent des Landes fest, Sport dürfe nicht zu Brutalität und Radikalismus führen: "Wir wollen das nicht". Die Hooligans würden einerseits eine hohe Gewaltbereitschaft zeigen, andererseits das Rekrutierungsfeld für die Neonaziszene bilden.

Gemeinsame Strategien gegen Gewalt
Oberösterreich und Bayern wollen jetzt gemeinsame Strategien gegen Gewalt bei Sportveranstaltungen ausarbeiten. Demnach ist das Beobachten der Szene geplant, außerdem sollen das Auftreten und Handeln der ideologisierten Szene und der Skinheads konsequent strafrechtlichen verfolgt werden. Den gewaltbereiten Hooligans soll durch Vereinsmaßnahmen und Veranstaltungsschutz keine Plattform gegeben werden. Ein weiterer Schwerpunkt sollen in Zukunft Präventionsmaßnahmen sein. 

Pühringer will sich jetzt die Bayern als Vorbild nehmen. Ihr "Bayerisches Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus" soll als Anregung dazu dienen, ein entsprechendes "Oberösterreichisches Handlungskonzept" zu erstellen. Die bisherigen Maßnahmen zeigen laut Pühringer schon erste Erfolge: Zuletzt ist im Juli ein geplantes Skin-Konzert im Bezirk Braunau bereits vor der Anfahrt der Besucher beendet worden.

Symbolbild

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).