Fr, 24. November 2017

Heurigen-Mord

31.08.2009 17:01

Mutmaßlicher Killer „wollte nur Kirschen pflücken“

Der juristische Countdown rund um den mutmaßlichen „Heurigen-Killer“ läuft! Nach der Auslieferung Ende Juli bleiben nur noch fünf Monate, um dem Bulgaren den Prozess zu machen. Beim Lokalaugenschein zeigte er den Beamten den einzigen Grund, warum er damals in Pachfurth gewesen sein will: ein Kirschbaum.

Drei Monate sind bereits seit dem erschütternden Doppelmord an dem Wirtsehepaar aus Pachfurth vergangen – und noch immer will der Hauptverdächtige, der Bulgare Tsvetan R., nichts mit der Bluttat zu tun haben. Trotz belastender DNA-Spuren und mehreren Augenzeugen sollen die Einvernahmen des Ende Juli an Österreich ausgelieferten 48-Jährigen laut Staatsanwaltschaft kaum Neues ergeben haben. Dennoch wurde der mutmaßliche Killer bereits an den Tatort zurückgebracht.

Ein Kirschbaum als Beweis für die Unschuld
Dass er und sein Auto im kleinen Ort Pachfurth gesehen wurden, versucht der 48-Jährige gar nicht mehr abzustreiten. Allerdings nicht, um zu morden, sondern angeblich, „um Kirschen zu pflücken“. Ein Baum nächst dem örtlichen Feuerwehrhaus – nur wenige Meter vom Heurigen entfernt – sollte seiner Ansicht nach Beweis genug sein.

Indessen versucht die damals ebenfalls angeschossene Tochter des ermordeten Ehepaars weiterhin das tragische Ereignis zu verarbeiten. Die nötige Kraft dafür sammelt die 21-Jährige bei Verwandten.

von Klaus Loibnegger und Christoph Budin, Kronen Zeitung

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